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14.11.2009 | 14:32

Hähnchenfleisch liegt weiter im Trend

L P D - Bei Hähnchenfleisch greifen Verbraucher gerne zu. Es ist eiweißreich, fettarm und zart und kann in der Küche vielseitig verwendet werden. Doch in der EU-27 können die Hähnchenmäster nicht immer den Bedarf der eigenen Bürger decken, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Schon seit Mitte des Jahrzehnts gilt der EU-Markt als nur knapp versorgt. In 2005 produzierten die Hähnchenmäster rund 8,17 Mio. t kochfertiges Hähnchenfleisch, die Verbraucher ließen sich rund 8,08 Mio. t schmecken. Ein Jahr später gab der Markt aufgrund der Vogelgrippe sowohl auf der Erzeugungs- als auch auf der Verbrauchsseite um jeweils rund fünf Prozent nach. Während die Produktion auf 7,74 Mio. t sank, ging die Nachfrage auf knapp 7,6 Mio. t zurück. Doch der Markt für Hähnchenfleisch erholte sich überraschend schnell, bereits im Jahr darauf wuchs die Produktion um 7,5 Prozent auf 8,32 Mio. t, der Konsum konnte sogar überproportional stark um 9,14 Prozent auf 8,36 Mio. t wachsen. Diese Zuwächse konnten in den darauffolgenden Jahren nicht wieder realisiert werden. So wuchs die europäische Hähnchenfleischerzeugung 2008 um 2,6 Prozent auf 8,54 Mio. t. Gleichzeitig übertraf der Verbrauch mit 8,50 Mio. t das Vorjahresniveau um 1,67 Mio. t. Die diesjährige Hähnchenfleischproduktion der EU beziffert das amerikanische Landwirtschaftsministerium auf 8,62 Mio. Tonnen (t) kochfertige Ware, das wäre knapp ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nur knapp darunter soll der Verbrauch liegen, der das Vorjahresniveau mit 8,61 Mio. t um 1,2 Prozent übertreffen soll.
 
Weltweit steht Hähnchenfleisch ebenfalls immer häufiger auf dem Speiseplan. Zum einen hat das sogenannte „weiße Fleisch“ seit der Fitnesswelle in den achtziger Jahren weltweit gegenüber den „roten“ Varianten von Rind und Schwein in der Verbrauchergunst zugelegt, zudem kann es immer noch deutlich günstiger produziert werden. Zum anderen ist der Verzehr von Geflügelfleisch im Gegensatz zu Rind- oder Schweinefleisch weltweit mit keinerlei religiösen Tabus belegt. Als weltweit größte „Chicken-Fans“ gelten immer noch die US-Amerikaner, von denen jeder Einzelne sich 2008 rein rechnerisch rund 44 kg Hähnchenfleisch schmecken ließ. Bei den EU-Bürgern kamen dagegen im Schnitt nur 17,1 kg Hähnchenfleisch auf die Teller, in Deutschland waren es sogar nur 11,1 kg. Insgesamt könnten die USA in diesem Jahr mit 13,06 Mio. t rund ein Fünftel des weltweiten Verbrauchs für sich beanspruchen, obwohl der amerikanische Hähnchenfleisch-Verbrauch nach der Meinung von Marktkennern damit bereits zum dritten Mal in Folge sinken würde. Dagegen nimmt er in fast allen übrigen Ländern weiter zu. So auch in China, wo mit 12,22 Mio. t. knapp 2,2 Prozent mehr Hähnchenfleisch auf die Teller kommen könnte als im Jahr zuvor. Zu den Ländern mit dem größten Verbrauch von Hähnchenfleisch zählen neben der EU auch in diesem Jahr Brasilien mit 7,83 Mio. t und Mexiko mit 3,29 Mio. t. Insgesamt sollen weltweit 71,17 Mio. t Hähnchenfleisch auf die Teller kommen, das wären 0,6 Prozent mehr als 2008.
 
 


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