Hausschweine, gehalten in einem konventionellen Schweinemastbetrieb.
Ellen Hartmann | am

Agrarministerkonferenz: Das sind die Themen von Otte-Kinast

Bei der kommenden Agrarministerkonferenz (AMK) am Donnerstag (30. September) hat Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast vor allem die Tierhalterinnen und Tierhalter im Blick.

Barbara Otte-Kinast möchte bei dem Treffen in Dresden vor allem auf die Situation am Schweinemarkt aufmerksam machen. Zusätzlich will sich die CDU-Politikerin für die Einführung zusätzlicher Öko-Regelungen für Milchviehbetriebe bei der nationalen Umsetzung der Gemeinsam Agrarpolitik (GAP) einsetzen. So sollen auch intensiv wirtschaftende Grünlandbetriebe unterstützt werden.  

Grünlandbetriebe verlieren Direktzahlungen

Hierzu möchte Otte-Kinast in Dresden einen entsprechenden Antrag einbringen, der auch auf Zustimmung aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beruht. Sie hatten sich in einer von Otte-Kinast vorgeschlagenen Videokonferenz auf die Antragsinhalte geeinigt. "Den Grünlandbetrieben wird es kaum möglich sein, von den geplanten Öko-Regelungen zu profitieren", so Agrarministerin Otte-Kinast. "Sie verlieren damit Direktzahlungen. Das erzeugt eine Unwucht, die wir so nicht hinnehmen können, zumal den Betrieben auf reinen Grünlandstandorten die Alternativen fehlen."

Was steht im Vier-Länder-Antrag?

Aus diesem Grund geht aus dem Vier-Länder-Antrag der Vorschlag hervor, eine nachhaltige Bewirtschaftung des Dauergrünland zu entlohnen und andererseits den gesellschaftlich gewollten Weidegang von Milchkühen besonders zu berücksichtigen. Zusätzlich ist die Lage am Schweinemarkt weiter dramatisch und Niedersachsen hat einen AMK-Beschluss entworfen, damit Strukturbrüche verhindert werden. Im Beschluss wird für den engen Schulterschluss aller Marktpartner plädiert. Denn heimische Schweinefleischerzeugung soll mit der "5D-Strategie" erhalten werden: Von der Geburt bis zum Fleischtresen qualitativ hochwertige Ware nach hohen Standards aus Deutschland. 

"Es gilt mehr denn je, die Empfehlungen aus dem Borchert-Papier umzusetzen, damit umgebaut werden kann, was am Ende zu einer höheren gesellschaftlichen Akzeptanz der Tierhaltung führen wird", so Otte-Kinast. "Aber auch die Öffnung der Preismaske nach unten, oder die Überarbeitung von Vertragsmodellen, die nachteilig für unsere Erzeuger sind, sind Bestandteile des Beschlussvorschlages, wie auch die Überprüfung der neuen Umsatzsteuerregelungen."

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