Moorfläche mit Torfmoosen
Christel Grommel | am

Aktionsprogramm zum Schutz der Böden

Der Boden ist für das Ökosystem und die Menschen äußerst wichtig. Die Landesregierung hat nun ein landesweites Aktionsprogramm zum Schutz der Böden initiiert.

Der Boden ist ebenso wichtig wie sauberes Wasser und frische Luft. Das betonte auch Umweltminister Lies: "Wir leben in Niedersachsen im wahrsten Sinne des Wortes auf gutem Grund. Dass Böden grundsätzlich ein schützenswertes und kaum vermehrbares Gut sind, darüber sind wir uns alle einig. Aber im Alltag scheint er für viele immer noch beliebig vermehrbar. Für die Zukunft muss es daher vor allem um die Frage gehen, wieviel Bodenverluste wir uns erlauben können und wollen, ohne einerseits die land-, forst- und übrige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu gefährden und andererseits unseren folgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen."

In Niedersachsen gibt es eine reiche Vielfalt an Böden, anders als in anderen Bundesländern. Niedersachsen weist Moorböden auf, fruchtbare Schwarzerde, schweren Tonboden, leichten Sandboden bis hin zum Mittelgebirgsboden. Bis sich Boden entwickelt hat, dauert es lange: Mindestens 100 Jahre, bis ein Zentimeter Boden entstanden ist. Lies wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Ressource Boden eben nicht beliebig vermehrbar sei.

Aufmerksamkeit für die Ressource Boden

Ackerboden

Böden spielen bei der Eingrenzung des Klimawandels eine wichtige Rolle. Flächenfraß ist ein ernstzunehmendes Thema: Landesweit wurden 2018 täglich etwa sieben Hektar Boden in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. "An dieser Stelle bedeutet der Verlust an Böden gleichzeitig den Verlust ihrer klimaregulierenden Wirkung - vor allem in unseren Städten", so Umweltminister Lies. 

Zudem weisen 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen ein hohes Bodenerosionsrisiko auf. Auf rund 25 Prozent der Landesfläche gibt es Böden mit einer sehr hohen Verdichtungsempfindlichkeit.

Das Aktionsprogramm Bodenschutz zielt auf diese Probleme ab. Die dringlichsten Handlungsfelder werden beschrieben und entsprechende Ziele formuliert. Diese sollen den Rahmen für ein planvolles Vorgehen in Politik und Verwaltung zum Schutz des Bodens bilden. Außerdem soll das Programm der Wirtschaft und dem privaten Bereich landesweit Informationen zur Orientierung geben. 

"Mit unserem Aktionsprogramm Bodenschutz lenken wir die Aufmerksamkeit auf eine - neben Luft und Wasser - ebenso lebensnotwendige sowie begrenzte und kaum erneuerbare Ressource - die dünne Haut unserer Erde", so Umweltminister Lies. "Wir bündeln mit diesem Programm landesweit die Belange des Bodenschutzes und setzen damit ein wichtiges Ziel aus der Nachhaltigkeitsstrategie und der Naturschutzstrategie für Niedersachsen um."

Mit Material von Niedersächsische Landesregierung

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