Schriftzug an einer Aldi-Filiale

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Christel Grommel | am

Aldi einigt sich mit Milchindustrie

Der Discounter Aldi hat sich mit der Milchindustrie auf die Milchpreise für die nächsten sechs Monate geeinigt. Der vereinbarte Einkaufspreis für frische und haltbare Vollmilch liege dabei trotz der zuletzt deutlich gesunkenen Weltmarktpreise über dem Niveau der letzten Verhandlungsrunden.

Das betonte der Aldi-Süd-Manager Schwaiger: "Wir zahlen somit mehr, als wir gemäß der Marktlage hätten akzeptieren müssen."

Weiterhin betonte das Unternehmen, dass man ungeachtet der international negativen Marktentwicklungen einen Abschluss unterschrieben habe, der die hohen Qualitätsstandards der deutschen Milchindustrie widerspiegele. Der Manager deutete an, dass er einen fairen Teil der Preise bei den Landwirten sehen wolle: "Wir gehen davon aus, dass ein angemessener Teil bei den Landwirten ankommt und nicht in der Wertschöpfungskette der Milchindustrie hängen bleibt."

Positives Signal von Aldi

Lobende Worte für den Discounter kamen vom Generalsektretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken. "Wir begrüßen dieses Signal von Aldi und erwarten, dass auch andere Unternehmen diesen Beispiel folgen."

Geschäftsführer Heuser des Milchindustrie-Verbandes dachte noch weiter. Er forderte Aldi auf, nun auch bessere Preise für andere Produkte der "weißen Linie" wie beispielsweise Käse anzubieten. Auch er will dabei die Landwirte berücksichtigen: "Das wäre ein positives und gutes Signal auch an die anderen Ketten in Deutschland. Wir Molkereien versprechen, dass wir das dann gegebenenfalls auch an unsere Milcherzeuger weitergeben."

Landwirtschaftsministerin Klöckner sah die Einigung grundsätzlich positiv, mahnte aber auch generelle Wertschätzung an: "Unsere Milchbauern produzieren unter hohen Qualitätsstandards. Das muss sich auch lohnen, damit die Bauernfamilien davon leben können. In den Verhandlungen mit dem Handel muss sich das in fairen und auskömmlichen Einkaufspreisen niederschlagen. Das sollte bei Preisverhandlungen eine Selbstverständlichkeit sein und nicht erst zu Demonstrationen führen müssen. Die jetzige Einigung begrüße ich. Denn es geht auch um Wertschätzung.“

Mit Material von dpa und BMEL

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