Argentinische Bauern protestieren mit Streik gegen Ausfuhrzölle
Anne-Maria Revermann | am

Argentinische Bauern protestieren gegen Ausfuhrzölle

Mit einem landesweiten Streik protestieren argentinische Landwirte gegen eine Erhöhung der Ausfuhrzölle.

Von Montag bis Donnerstag wollen Bauern in Argentinien kein Getreide, keine Ölsaaten und kein Rindfleisch ausliefern, wie die Landwirtschaftverbände mitteilten. Damit protestieren sie gegen die Erhöhung der Ausfuhrzölle auf Soja um drei Prozentpunkte auf 33 Prozent.

Die Bauern beklagen eine hohe Abgabenbelastung und fürchten um ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück. Lediglich die größten Produzenten - etwa ein Viertel der Sojabauern - seien von der Erhöhung betroffen, sagte Landwirtschaftsminister Luis Basterra.

Argentinien steckt in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Regierung versucht deshalb, neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Landwirtschaft ist der wettbewerbsfähigste Wirtschaftszweig in Argentinien. Soja ist das wichtigste Exportgut des südamerikanischen Landes. Im vergangenen Jahr exportierte Argentinien Soja im Wert von 16,9 Milliarden US-Dollar, das ist gut ein Viertel des gesamten Ausfuhren des Landes.

Mit Material von dpa

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