Schutzzaun gegen die Ausbreitung der ASP mit Warnschild
Christel Grommel | am

ASP: Agrarminister fordern auf Sonder-AMK Hilfe vom Bund

Die ASP war zentrales Thema der Sonder-Agrarministerkonferenz: Die Länder verständigten sich auf solidarische Finanzierung des Zaunbaus sowie mehr Jagd auf Wildschweine.

Darüber hinaus wollen die Länder mehr Unterstützung vom Bund bei der Bekämpfung der ASP: "Die Schweinepest ist ein Problem für ganz Deutschland und die gesamte Europäische Union", sagte Sachsens Agrarminister Wolfram Günther und Vorsitzender der Agrarministerkonferenz (AMK). Deshalb müsse auch die Bekämpfung der Tierseuche eine gesamtstaatliche Aufgabe sein.

Die Ressortchefs wollen unter anderem mehr Unterstützung beim Bau von Schutzzäunen entlang der Grenze sowie Hilfe für Schweinehalter etwa bei der Vermarktung des Fleisches. So müsse der Bund sich bei Verhandlungen über den Fleischexport aus betroffenen Gebieten stärker bemühen.

Agrarstaatssekretär Uwe Feiler verwies jedoch auf die Zuständigkeit der Länder. "Wir erwarten von den Ländern, dass sie dieser Aufgabe nachkommen, statt den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und nach dem Bund zu rufen", sagte er. Der Bund unterstützte bereits mit Tests des Friedrich-Loeffler-Instituts, Absperrungen an Autobahnen, erleichterten Regeln für Jäger oder Hilfe der Bundeswehr beim Bau von Schutzzäunen.

Günther und Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus kritisierten die Aussagen von Feiler stark.

Niedersachsen beteiligt sich am Zaunbau

Agrar-Staatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen begrüßte die intensive Beratung über Maßnahmen zur Bekämpfung auf der Sonder-AMK.

"Ein ASP-Ausbruch in Niedersachsen wäre dramatisch und würde mit voller Wucht einen Sektor treffen, der bereits jetzt mit sehr schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen hat", so Theuvsen. Man setze sich daher vehement für die umfassende Bekämpfung und Eingrenzung der ASP ein.

Niedersachsen unterstütze solidarisch: Das Land trägt gemeinsam mit Bayern und Nordrhein-Westfalen den größten Teil der Kosten für einen Zaun, der eine weitere Zuwanderung infizierter Wildschweine aus Polen unterbinden soll.

Mit Material von ML, BMEL, dpa
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