Schutzzaun gegen die ASP

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Christel Grommel | am

ASP: Signal der Entschlossenheit

Bund und Länder müssen nach Ansicht des Vorsitzenden der Agrarministerkonferenz im Kampf gegen die ASP an einem Strang ziehen.

Der saarländische Agrarminister sagte, es müsse jedem klar sein, dass es sich um eine nationale Herausforderung allerersten Ranges handele. 

Er will koordiniertes und zielstrebiges Vorgehen. Man könne es sich nicht erlauben, Streitereien über Zuständigkeiten oder Finanzierungen zu führen. "Wir sind alle in der Verantwortung: Bund, Land, Kommunen und Organisationen."

"Wir müssen uns jetzt unterhaken: Es geht darum, dass man entsprechende Möglichkeiten untereinander erkennt und sie auch nutzt", sagte Jost. Die Minister müssten auch darüber reden, ob und inwieweit aufgrund der nationalen Tragweite auch eine nationale, unter Beteiligung des Bundes, vorgenommene Finanzierung von festen Zäunen entlang der Grenze derzeit zu Polen und möglicherweise später auch anderen Ländern möglich sei.

Brandenburg hat heute im Süden des Landes mit dem Bau eines festen Zaunes an der Grenze zu Polen begonnen. Dabei handele es sich um einen 1,50 Meter hohen, verzinkten Drahtzaun, der von Schwarzwild nicht durchbrochen werden könne, hieß es im Verbraucherschutzministerium. Der Landkreis Spree-Neiße wolle die Grenze zu Polen zudem von Norden her mit einem festen Zaum absichern, der Baubeginn sei offen.

Klöckner ruft zu Besonnenheit auf

Mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Folgen des ASP-Ausbruchs hatte bereits Julia Klöckner dazu aufgerufen, einen "klugen, besonnenen Kopf" zu bewahren: "Wir dürfen auch nicht die Lage schlechter reden als sie ist." 

Innerhalb Europas könnten Schweine außerhalb des Restriktionsgebietes nach wie vor verkauft werden - rund 70 Prozent der Menge des Exports gingen auf den europäischen Markt.

Das für deutsches Schweinefleisch wichtige Exportland außerhalb der EU, China, hat dagegen einen Importstopp für deutsches Schweinefleisch verhängt., ebenso wie Japan und Südkorea. "Wir sind in sehr intensiven Gesprächen", sagte Klöckner. Aber jetzt müsse man den Markt beobachten. Denkbar seien Hilfen für Bauern bei privater Lagerhaltung und Liquiditätsprogramme der EU oder Entschädigungen.

Die Preisverluste bei Schweinefleisch waren deutlich, mittlerweile habe sich das Niveau stabilisiert. Klöckner sagte, die Preise seien zuvor ungewöhnlich hoch gewesen. Zum Teil sei der Preisverfall zu Beginn aber zu schnell gegangen.

Mit Material von dpa

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