Ganze 735 Sitze: Noch nie hat es einen so großen Bundestag gegeben, wie er nun gewählt wurde.
Meinung | Maren Diersing-Espenhorst | am

Bundestagswahl 2021: Ein politischer Regenbogen

Moin liebe Leserinnen und Leser, saßen Sie am vergangenen Sonntagabend auch so gebannt vor dem Fernsehgerät wie ich?

Letzten Endes war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Union und der SPD, aus der schließlich die SPD als knapper Sieger hervorging. Sie gewann über fünf Prozentpunkte im Vergleich zur Bundestagswahl im Jahr 2017 hinzu – auf 25,7 Prozent.

Die Union hingegen stürzte um fast neun Prozent auf 24,1 Prozent ab. Sie erzielte damit das schlechteste Wahlergebnis in ihrer Geschichte. Das wird an CDU/CSU wohl nicht spurlos vorbeigehen.

Erwartungsgemäß konnte Bündnis 90/Die Grünen zulegen auf 14,8 Prozent, allerdings nicht in dem Umfang, wie es viele – und wohl auch die Partei selbst – erwartet haben. Auch der FDP gelang es mehr Stimmen zu erzielen und erreichte 11,5 Prozent. Sowohl die AfD als auch die Linke mussten Verluste hinnehmen.

Ein politischer Regenbogen

Doch was bedeutet das? Schließlich ist nach der Wahl vor den Verhandlungen. Welche Koalition wird es schlussendlich werden? Rot-Schwarz? Rot-Schwarz-Grün? Rot-Schwarz-Gelb? Rot-Gelb-Grün? Schwarz-Gelb-Grün? Zur Auswahl steht ein politischer Regenbogen.

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Keine einfachen Verhandlungen

Sicher ist, dass es keine einfachen Verhandlungen werden. Und: Über den neuen Kanzler entscheiden dieses Mal die Grünen und die FDP. FDP-Chef Christian Lindner stellte bereits am Sonntag klar, dass er zuerst mit den Grünen sprechen wolle.

Werden diese beiden sich einig, erhöht sich der Druck auf die Union und die SPD. Für letztere bedeutet das, dass sie mit Gelb und Grün über eine Ampel-Koalition verhandeln müsste. Das könnte die Position der SPD schwächen.

Mehr Kompromisse

Düsterer sieht es aber noch für die Union aus: Will sie weiterhin (mit)regieren, muss sie zu deutlich mehr Kompromissen bei Koalitionsverhandlungen bereit sein als die SPD. Da wird es wohl einige Kröten zu schlucken geben – besonders, wenn man eine Jamaika-Koalition, also Schwarz-Grün-Gelb, erreichen will.

Die Herausforderungen sind geblieben

Welche Koalition es auch wird, für die Landwirtinnen und Landwirte wird sich wohl erst einmal nicht viel ändern: Ein Landwirtschaftsministerium wird es sehr wahrscheinlich auch weiterhin geben und die Herausforderungen, vor denen die gesamte Branche steht, sind noch immer da: Klima- und Naturschutz, Düngeverordnung, steigende Anforderungen an die Tierhaltung.

Diese Themen werden bei den Koalitionsverhandlungen für einige Unruhe sorgen, zumal hier – je nach Verhandlungspartner – unterschiedliche Positionen aufeinanderprallen.

Landwirtschaft mit Zukunft in Deutschland

Ich hoffe inständig, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium von einer Person angeführt wird, der die Landwirtinnen und Landwirte am Herzen liegen. Ich wünsche mir eine Person, die sich dafür einsetzt, dass die gesamte Agrarbranche eine Zukunft in Deutschland hat.

Das ist nicht nur für die Landwirtinnen und Landwirte wichtig, sondern für die Versorgungssicherung der gesamten Bevölkerung.

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