Plenarsaal bei einer Sitzung des Deutschen Bundestag in Berlin.
Ellen Hartmann | am

Bundestagswahl 2021: So hat Niedersachsen gewählt

Wer könnte neuer Bundeskanzler werden? Und welche Koalition könnte es geben? Wir geben Ihnen einen Überblick über das Wahlergebnis in Niedersachsen.

Niedersachsens SPD freut sich über das Wahlergebnis der Bundestagswahl: "Wir freuen uns über ein megastarkes Ergebnis, gerade auch in Niedersachsen", heißt es von Generalsekretärin Hanna Naber. "Besonders schön ist, dass wir landesweit 22 von 30 Wahlkreisen direkt erringen konnten. Das ist ein toller Erfolg." Aus Niedersachsen werden 25 Politikerinnen und Politiker für die SPD in den neuen Bundestag einziehen. Das sind fünf mehr als 2017. Die Wahlbeteiligung lag in Niedersachsen bei 74,8 Prozent und fiel somit geringer aus als 2017 ( 76,4 Prozent).

So hat Niedersachsen gewählt:

Erstimmen: 

  • CDU: 29,3 Prozent
  • SPD: 35,5 Prozent
  • FDP: 7,7 Prozent
  • AfD: 6,5 Prozent
  • Bündnis 90 - Die Grünen: 14,3 Prozent
  • Die Linke: 3,2 Prozent
  • Die Partei: 0,4 Prozent

Zweitstimmen:

  • CDU: 24,2 Prozent
  • SPD: 33,1 Prozent
  • FDP: 10,5 Prozent
  • AfD: 7,4 Prozent
  • Bündnis 90 - Die Grünen: 16,1 Prozent
  • Die Linke: 3,3 Prozent
  • Die Partei: 0,9 Prozent
  • Tierschutzpartei: 1,3 Prozent
  • Freie Wähler: 0,8 Prozent
  • Piraten: 0,4 Prozent
  • NPD: 0,1 Prozent
  • V-Partei: 0,1 Prozent
  • ÖDP: 0,1 Prozent
  • dieBasis: 1,0 Prozent
  • du.: 01, Prozent
  • Die Humanisten: 01, Prozent
  • Team Todenhöfer: 0,3 Prozent
  • Volt: 0,3 Prozent
Wahlwerbung-Hannover.jpg

Die Gesamtergebnisse der Bundestagswahl:

Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl gestern (26. September) lag in Deutschland bei 76,6 Prozent, 2017 waren es noch 76,2 Prozent. Das hat der Bundeswahlleiter heute Morgen (27. September) um 6 Uhr veröffentlicht. Zusätzlich hat der Bundeswahlleiter das vorläufige Ergebnis der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag mitgeteilt. 

Erststimmen:

  • SPD: 26,4 Prozent (2017: 24,6 Prozent)
  • CDU: 22,5 Prozent (2017: 30,2 Prozent)
  • Bündnis 90 - Die Grünen: 14,0 Prozent (2017: 8,0 Prozent)
  • FDP: 8,7 Prozent (2017: 7,0 Prozent)
  • AfD: 10,1 Prozent (2017: 11,6 Prozent)
  • CSU: 6,0 Prozent (2017: 7,0 Prozent)
  • Die Linke: 5,0 Prozent (2017: 8,6 Prozent)
  • SSW: 0,1 Prozent (2017: Keine Teilnahme)

Zweitstimmenanteil:

  • SPD: 25,7 Prozent (2017: 20,5 Prozent)
  • CDU: 18,9 Prozent (2017: 26,8 Prozent)
  • Bündnis 90 - Die Grünen: 14,8 Prozent (2017: 8,9 Prozent)
  • FDP: 11,5 Prozent (2017: 10,7 Prozent)
  • AfD: 10,3 Prozent (2017: 12,6 Prozent)
  • CSU: 5,2 Prozent (2017: 6,2 Prozent)
  • Die Linke: 4,9 Prozent (2017: 9,2 Prozent)
  • SSW: 0,1 Prozent (2017: Keine Teilnahme)
  • Sonstige: 8,6 Prozent (2017: 5,0 Prozent)

Der Anteil der ungültigen Zweitstimmen lag bei der Bundestagswahl 2021 bei 0,9 Prozent (2017: 1,0 Prozent), der Anteil der ungültigen Erststimmen bei 1,1 Prozent (2017: 1,2 Prozent).

SPD ist stärkste Kraft in Deutschland

Damit wird deutlich: Die SPD ist nach Auszählung aller Wahlkreise in Deutschland stärkste Kraft im Bundestag. Laut § 1 Absatz 1 Bundeswahlgesetz besteht der Bundestag aus 598 Abgeordneten, der neu gewählte Bundestag jedoch aus 735 Abgeordneten (Vergleich 2017: 709 Abgeordnete). Damit wird der Bundestag um 137 Sitze erhöht. 

Diese Parteien werden im Bundestag vertreten sein, laut dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis: 

  • SPD: insgesamt 206 Sitze, darunter 121 Wahlkreissitze. (Vergleich 2017: 153 Sitze insgesamt, davon 59 Wahlkreissitze)
  • CDU: insgesamt 151 Sitze, darunter 98 Wahlkreissitze. (Vergleich 2017: 200 Sitze insgesamt, davon 185 Wahlkreissitze)
  • Bündnis 90 - Die Grünen: insgesamt 118 Sitze, darunter 16 Wahlkreissitze. (Vergleich 2017: 67 Sitze insgesamt, davon 1 Wahlkreissitz)
  • FDP: insgesamt 92 Sitze, darunter - Wahlkreissitze. (Vergleich 2017: 80 Sitze insgesamt, davon - Wahlkreissitze)
  • AfD: insgesamt 83 Sitze, darunter 16 Wahlkreissitze. (Vergleich 2017: 94 Sitze insgesamt, davon 3 Wahlkreissitze)
  • Die Linke: insgesamt 39 Sitze, darunter 3 Wahlkreissitze. (Vergleich 2017: 69 Sitze insgesamt, davon 5 Wahlkreissitze)
  • SSW: insgesamt 1 Sitz, darunter - Wahlkreissitze. (Vergleich 2017: - Sitze insgesamt, davon - Wahlkreissitze)

Das amtliche Ergebnis der Bundestagswahl 2021 wird wahrscheinlich am Freitag, dem 15. Oktober, in einer öffentlichen Sitzung im Deutschen Bundestag verkündet. 

Welche Koalition ist möglich?

Den Ergebnissen zufolge wird es für eine Koalition aus Rot - Rot - Grün knapp. Hier fehlen neun Sitze bis zur absoluten Mehrheit. Denkbar ist jedoch eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Sie hätte mit 416 von 735 Sitzen die Mehrheit. Auch ein Bündnis aus CDU, CSU, Grünen und FDP ist denkbar. Diese Koalition, auch Jamaika-Bündnis genannt, käme auf 406 Sitze. 

Das fordert der Deutsche Bauernverband:

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bittet die Parteien nun darum, schnell Gespräche zu führen: "Wir Landwirte brauchen politische Klarheit und Perspektiven. Sowohl die Zukunftskommission Landwirtschaft als auch die Borchert-Kommission haben Lösungen vorgeschlagen. Dies muss zwingend von den Parteien aufgegriffen werden. Es geht vor allem darum, die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums zu sichern. Oberstes Ziel muss dabei sein, einen Strukturbruch zu verhindern und sicher zu stellen, dass landwirtschaftliche Betriebe Zukunftsperspektiven haben und mehr Wertschätzung erfahren."

Julia Klöckner erreicht Direktmandat nicht

Julia Klöckner, die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin, hat das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Kreuznach nicht erreicht. Ihr Konkurrent Joe Weingarten (SPD) erreichte bei der Bundestagswahl 33 Prozent der Erststimmen, Klöckner hingegen nur 29,1 Prozent. 

Mit Material von Bundeswahlleiter, NDR, DBV & Zeit Online
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