Landwirt auf einem Acker
Christel Grommel | am

DBV: Basisprämie sinkt auf 150 Euro je Hektar

Der Deutsche Bauernverband rechnet mit einer erheblichen Reduzierung der Basisprämie bei Inkrafttreten der Beschlüsse der Agrarministerkonferenz (AMK) zur GAP.

Nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) leitet sich aus den Beschlüssen in der nächsten Förderperiode eine Basisprämie von rund 150 Euro/ha ab. Im Jahr 2020 belief sich dieser Wert auf 173,16 Euro; in diesem Jahr liegt er ebenfalls bei rund 173 Euro.

Der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling erläuterte, dass sich die künftige Basisprämie unter Anrechnung der vorgesehenen Abzüge durch die höhere Umschichtung von der Ersten in die Zweite Säule, die Bereitstellung von 25 % der Direktzahlungsmittel für Eco-Schemes, die Junglandwirteprämie, die gekoppelte Weidetierprämie sowie die Umverteilung zugunsten der ersten 60 Hektare ergebe.

Nach Angaben von Hemmerling leitet sich daraus für 2023 als erstes Jahr der neuen Förderperiode ein Wert von rund 156 Euro/ha ab, der dann bis 2027 auf knapp 148 Euro/ha sinkt. 

Verteilungseffekte in den Ländern

Erhebliche Verteilungseffekte zwischen den Bundesländern ergeben sich dem stellvertretenden Generalsekretär zufolge durch die stärkere Förderung der ersten Hektare. Den größten Zufluss verzeichnet infolge der Umverteilung demnach Bayern mit insgesamt rund 61 Mio Euro im Jahr, gefolgt von Baden-Württemberg mit knapp 24 Mio Euro und Nordrhein-Westfalen mit gut 19 Mio Euro. Umgekehrt gehen den ostdeutschen Ländern in erheblichem Umfang Mittel verloren. Für Mecklenburg-Vorpommern sind das nach DBV-Berechnungen jährlich rund 31 Mio Euro, für Brandenburg etwa 29 Mio Euro und für Sachsen-Anhalt rund 26 Mio Euro.

Es zeige sich, dass die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung über die Gesetzentwürfe zur nationalen Umsetzung der GAP trotz der Einigung der Länderagrarminister von vorletzter Woche kein Selbstläufer sei.

Mit Material von AgE
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