Barbara-Otte-Kinast
Anne-Maria Revermann | am

Drei Landwirtschaftsministerinnen arbeiten zusammen

Otte-Kinast, Heinen-Esser und Schouten gehen gemeinsam landwirtschaftliche Themen an.

Um die nationale und internationale Zusammenarbeit zu stärken, haben sich am Montag (14. Dezember) die Landwirtschaftsministerinnen aus den Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden zu einem virtuellen Dreiländertreffen verabredet.

Das Treffen mit Carola Schouten (Landwirtschaftsministerin der Niederlande) und der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast fand auf Einladung der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser per Videokonferenz statt.

Die drei Ministerinnen sprachen über eine Vertiefung der Zusammenarbeit und über gemeinsame Herausforderungen wie die Afrikanische Schweinepest (ASP), das Wirtschaftsdünger-Management, den Klimawandel und Stickstoff. Ebenso ging es um die Rückkehr des Wolfs, der europarechtlich streng geschützt ist. Zurzeit gibt es in den Niederlanden, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mehrere ortstreue Einzeltiere und Rudel. Vor allem Jungtiere wechseln regelmäßig zwischen den Regionen.

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind die wichtigsten deutschen Handelspartner der Niederlande bei Agrarprodukten. Etwa Zweidrittel des Exports niederländischer Agrarprodukte gehen in diese beiden Länder.

 

Austausch von Wirtschaftsdünger

Weiteres Gesprächsthema zwischen Otte-Kinast, Heinen-Esser und Schouten war die Emissionsminderung bei Tierhaltungsanlagen und der Austausch von Wirtschaftsdünger zwischen den Regionen. Dabei ging es darum, wie dieser Rohstoff effektiv ackerbaulich genutzt, die grenzüberschreitenden Transporte aber auch effektiv kontrolliert werden können, damit Mensch und Natur nicht beeinträchtigt werden.

Die Ministerinnen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen betonten, dass ihre Bundesländer wichtige Partner beim Wirtschaftsdüngermanagement sind. Durch die strengeren rechtlichen Anforderungen an die Düngung in Nordrhein-Westfalen und die verbesserte Kontrolle sind die Importe von den Niederlanden nach NRW seit 2016 um etwa 40 Prozent zurückgegangen.

„Wir sind übereingekommen, dass wir weiterhin eng zusammenarbeiten werden. Gegenseitige Transparenz im Handel, möglichst wenig Verwaltungsaufwand für die Unternehmen sowie eine effektive Kontrolle und Rückverfolgbarkeit sind in dieser Hinsicht die wichtigsten Herausforderungen“, so die Ministerinnen.

Weniger Ammoniak: Enge Zusammenarbeit geplant

Auch bei der Minderung von Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft wurde eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Deutschland hat sich verpflichtet, die zum größten Teil aus der Landwirtschaft stammenden Emissionen bis 2030 um fast 40 Prozent zu senken. In Nordrhein-Westfalen werden dazu seit mehreren Jahren die emissionsarme Gülleausbringtechnik und Abdeckung von Güllelagern erfolgreich gefördert.

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