Güllefahren auf einem Acker

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Christel Grommel | am

Düngeverordnung: DBV sieht Nachbesserungsbedarf

Der DBV sieht nach wie vor Nachbesserungsbedarf bei der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Gebietsabgrenzung im Rahmen der Düngeverordnung.

"Bund und Länder müssen ihr Messnetz breiter aufstellen und endlich in allen Regionen eine konsequente, fachlich fundierte und präzise Binnendifferenzierung umsetzen - für einen zielgenauen Gewässerschutz und zur Sicherung der landwirtschaftlichen Erträge", sagte DBV-Präsident Rukwied. 

"Die Länder müssen jetzt dringend ihre Hausaufgaben machen. Betriebe, die im Einzugsgebiet von unbelasteten Grundwassermessstellen liegen oder die ordnungsgemäß wirtschaften, dürfen nicht ungerechtfertigt mit den neuen, verschärften Auflagen für so genannte "rote Gebiete" überzogen werden. Landwirtschaft und zuletzt auch die EU-Kommission haben differenziertes und präzises Vorgehen bei der Gebietsabgrenzung gefordert. Das darf nicht daran scheitern, dass die Länder keine verlässlichen Daten vorliegen haben oder über zu wenige Messstellen hierfür verfügen, um die nitratsensiblen oder eutrophierten Gebiete genauer abzugrenzen", betonte Rukwied weiter. 

Regelungen seien inakzeptabel

Auch die Verschärfung der Nitratrichtlinie stößt auf Kritik seitens des DBV. In der Richtlinie müsse der Zielwert für Nitrat bereits im Sickerwasser erreicht sein, damit werde die Denitrifikation in den Unterböden komplett außer Acht gelassen. 

Die Regelungen zu Phosphat seien nach wie vor völlig inakzeptabel. Mit der von der Bundesregierung vorgesehenen Signifikanzschwelle von 20 Prozent müssten Landwirte bereits dann strenge Auflagen erfüllen, wenn 80 Prozent der Einträge nicht aus der Landwirtschaft stammten. "Demnach sollen die Landwirte das ausbaden, was aus anderen Quellen stammt. Das kann nicht funktionieren", kritisiert Rukwied.

Die geplante Vorgehensweise, dass die Länder auf Daten von benachbarten Oberflächengewässern für die Gebietsausweisung zurückgreifen sollen, nannte Rukwied absurd. Dies würde alle Zweifel der Landwirte an der Präzision und Rechtssicherheit der Daten und der Einhaltung wissenschaftlicher Standards bei der Aufstellung der Messnetze, der Beprobung und der Gebietsabgrenzung bestätigen.

Der DBV-Präsident forderte von Bund und Ländern, nachweislich gewässerschonend wirtschaftende Betriebe von zusätzlichen Auflagen freizustellen.

Mit Material von DBV

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