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Christel Grommel | am

Düngeverordnung: Landvolkverband macht Bedenken geltend

Der Kreislandvolkverband Oldenburg hat in einem Schreiben an das BMEL seine Bedenken geltend gemacht und Anregungen gegeben.

Der Verband kritisierte darin das Vorhaben, in nitratsensiblen Gebieten die pflanzen-
bedarfsgerechte Ernährung mit notwendigen Nährstoffen um 20 % herunterzufahren. Dies widerspreche allen fachlichen Grundlagen. 

Bei der Festlegung der Roten Gebiete seien gravierende Mängel aufgezeigt worden: Die Brunnen lieferten keine geeigneten Datenbasis für die festgelegten roten Gebiete. Daher müsse laut Kreislandvolkverband die Grundlage neu erarbeitet werden. 

Insbesondere durch die Untersuchungsergebnisse von vielen dem Verband vorliegenden Nmin – Untersuchungen, aber auch von Drainagewasser sowie Hauswasser- und Tiefenbrunnen habe sich gezeigt, dass die festgelegten Gebietskulissen überhaupt nichts über die Gefährdung des Grundwassers aussagen würden.

Anpassungen werden bereits umgesetzt

Weiter betont der Verband im Schreiben, dass die Landwirtschaft für eine verursacherbezogene Regelung zur Verfügung stünde. Diese müsse aber auf einer fachlich fundierten und wissenschaftlich begleiteten Grundlage basieren. 

Der Kreislandvolkverband weist auf bereits vorgenommene Anpassungen hin: Die Wasserversorger machten deutlich, wie "einvernehmlich die Zusammenarbeit mit den Landwirten funktioniert". 

Durch die bereits 2017 verschärfte Düngeverordnung seien in den Betrieben erhebliche Anpassungen - wie geringerer Viehbesatz und reduzierter Zukauf von Mineraldünger - erfolgt, die es im Laufe der Jahre zu beobachten und bewerten gelte. 

Dünge-VO in jetziger Form abgelehnt

Das Fazit im Schreiben des Kreislandvolkverbands fällt deutlich aus: 

"Wir lehnen die jetzige Fassung der vergangene Woche beschlossenen Dünge-VO ab. Es ist an verschiedenen Stellen bezüglich der Fristen dieses Anhörungsverfahrens über die Beschlussfassung hinaus deutlich gemacht worden, dass das ein Fall für die Gerichte wird. Dieser Auffassung schließen wir uns an und werden zu einer entsprechenden juristischen Überprüfung alle notwendigen Unterlagen und Hilfestellungen geben."

Mit Material von Kreislandvolkverband Oldenburg

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