Landvolk-Präsident Holger Hennies bei der Mahnwache zur Düngeverordnung
Christel Grommel | am

Düngeverordnung: Unsicherheit bleibt

Das Land Niedersachsen wolle die Ausweisung der Roten Gebiete so schnell wie möglich umsetzen, so das Ministerium. Viele Landwirtinnen und Landwirte sind nun verunsichert, was wie lange gilt.

Bis zum Inkrafttreten der neuen Landesdüngeverordnung gilt in Niedersachsen eine "Auffangregelung" - laut Dr. Holger Hennies nur deshalb notwendig geworden, weil das Land viel zu spät dran sei. 

Dabei habe das Landvolk Niedersachsen die Umsetzung mehrfach angemahnt und auch die Regionalisierung der Roten Gebiete nach Verursacherprinzip unter Berücksichtigung der "grünen" Messstellen gefordert. Der Ablauf der Umsetzung ist zäh und verzögert sich immer wieder. Hennies hat deshalb Verständnis für den Ärger seiner Berufskollegen und die Mahnwache in Hannover.

"Trotz der Präzisierung durch das Landwirtschaftsministerium bleibt für viele Landwirte die Unsicherheit, wie lange die Übergangsregelungen für sie gelten." Das Landvolk sehe weiter erheblichen Änderungsbedarf an der ausgewiesenen Gebietskulisse; der Verband und die Protestierenden setzen sich für die gleichen Ziele ein.

Neufassung in Verbandsanhörung

Die Neufassung der "Niedersächsischen Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat oder Phosphat" (NDüngGewNPVO) befindet sich derzeit in der Verbandsanhörung.

Wer konkrete Anliegen und Fragen hat, kann sich an das Landwirtschaftsministerium wenden. Das ML hat eine zentrale Mailadresse eingerichtet, unter der Fragen beantwortet und Hinweise gesammelt werden:
Paragraf13a.duev@ml.niedersachsen.de

Mit Material von LPD
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