Bauernhof im Osnabrücker Land
Meinung | Maren Diersing-Espenhorst | am

Unser Erbe muss wertvoll sein

Moin liebe Leserinnen und Leser, ich glaube inzwischen, dass viele Mitbürger jegliche Relation zum wahren Leben und zu dem, was wirklich Bedeutung hat, verloren haben.

Wir streiten uns über die Art, wie wir hier in Deutschland Tiere halten oder unsere Ackerflächen bestellen. Wir können uns nicht einigen, wie und nach welchen Standards wir die Umwelt und unser Klima schützen. Das sind alles wichtige Themen, über die wir uns unterhalten und für die wir Lösungen finden müssen, mit denen wir – aber vor allen Dingen die uns nachfolgenden Generationen – leben können.

Denn darum geht es: unser Erbe. Das hört sich vielleicht übertrieben an. Aber es gibt nichts Wichtigeres als die uns nachfolgenden Kinder. Dies möchte ich Ihnen allen ans Herz legen. Denn ich erlebte gerade in meinem Bekanntenkreis das Schlimmste, was Eltern durchleben müssen: Ihre kleine Tochter ist gestorben. Das macht mir auf ein Neues deutlich, was wirklich wichtig ist: die Kinder und Enkel, für die Eltern und Großeltern ihr eigenes Leben geben würden, um ihnen eine gute Zukunft zu sichern.

Für die kommende Generation Lösungen finden

Für diese nächste Generation kleine „Ronja Räubertöchter“ und „Michels aus Löneberga“ müssen wir uns anstrengen, die Welt zu verbessern. Dazu gehört es, dass wir miteinander reden und gemeinsam an Lösungen arbeiten, anstatt dass wir uns gegenseitig Vorwürfe machen und nicht sehen wollen, wie die Perspektive unseres Gesprächspartners ist.

Ein erster Schritt ist in meinen Augen der Niedersächsische Weg. Hier hat man den Dialog gewagt. Ja, manche Dinge liefen nicht optimal, und ja, auch über einige Ergebnisse herrscht Uneinigkeit. Aber alle Beteiligten versuchen miteinander einen Konflikt zu lösen, um etwas zu schaffen, das über einen längeren Zeitraum Bestand hat.

Wie schon unsere Vorfahren

Genau das haben auch die Generationen vor uns getan. Sie haben hart dafür gearbeitet, dass wir, die ihnen nachfolgenden Menschen, ein besseres, ein sichereres, ein gesünderes und vielleicht sogar ein glücklicheres Leben haben. Unsere Urahnen haben dafür gesorgt, dass Landstriche urbar gemacht wurden. Die Folgen konnten sie damals nicht immer abschätzen. Nach dem Krieg haben sich die Europäer gemeinsam auf den Weg gemacht, um eine Zukunft zu schaffen, in der Kriege und Hungersnöte nicht mehr existieren.

Das Erbe bewahren

Und seien wir einmal ehrlich: So viel wie wir auch über den bürokratischen Wasserkopf Europa schimpfen mögen, der „Europäische Weg“ ist für uns alle, die wir seit 75 Jahren – seit einem Menschenleben – in Frieden leben, ein Geschenk, für das wir unendlich dankbar sein dürfen.

Unsere Großeltern und Urgroßeltern mögen Entscheidungen für die Landwirtschaft getroffen haben, die heute nicht mehr Bestand haben. Aber das liegt vor allem auch daran, dass sie mit ihrem Handeln genau richtig lagen und erfolgreich waren. Ihr Erbe ist wertvoll und das muss unseres auch sein.

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