Apfelernte

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Anne-Maria Revermann | am

Ernte-Ergebnisse von Obst und Gemüse 2020 - DBV fordert Unterstützung

Wetter- und coronabedingt steigen die Kosten für Produzenten von Obst und Gemüse. Laut DBV müssen diese entlastet werden.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat stärkere politische Unterstützung für die Produzenten von Sonderkulturen gefordert. Der Grund: Wegen des Wetters und durch Corona seien die Kosten für zum Beispiel Obst- und Gemüseanbauer stark gestiegen.

Die zusätzlich entstandenen Aufwendungen für die Unterbringung von Saisonarbeitskräften, Hygienekonzepte und Flüge hätten die Betriebe vor große Herausforderungen gestellt. Die in Kraft getretene Corona-Arbeitsschutzregel verschärfe die Situation für die Betriebe nochmals. In Kombination mit steigenden Mindestlöhnen, Diskussionen um die Wassernutzung und dem Insektenschutzgesetz sei die Wettbewerbsfähigkeit in Frage gestellt, warnte der DBV.

Höhere Kosten durch Bewässerung

Zusätzlich führe die anhaltende Trockenheit im Obst- und Gemüsebau auch 2020 zu höheren Kosten, da vielerorts bewässert werden müsse. Im Schnitt sei in diesem Jahr von Bewässerungskosten in Höhe von 10 % bis 15 % des Umsatzes auszugehen.

Eine Unterstützung der Branche sei laut DBV demnach gerechtfertigt.

 

Ernte von Obst 2020 in Zahlen

Bei der Ernte von Obst- und Gemüse spricht der DBV von einer gemischten Bilanz.

  • Die Apfelernte sei recht gut ausgefallen. Hier könne von etwa 951.000 t Äpfeln ausgegangen werden, knapp 4 % weniger als im Jahr 2019.
  • Die Erntemenge an Süßkirschen habe frostbedingt mit etwa 40.000 t nicht ganz das Niveau der Vorjahre erreicht.
  • Auch bei den Sauerkirschen gab es Ernteeinbußen von etwa 25 %.
  • Die Erdbeersaison war witterungsbedingt in diesem Jahr schwierig. Mit 18.800 ha gab es in 2020 die kleinste Erdbeeranbaufläche seit 2003. Gegenüber 2019 werde daher eine etwas geringere Erntemenge von rund 99.000 t erwartet.

Ernte von Gemüse 2020 in Zahlen

Beim Gemüse begann die Erntesaison 2020 bei fast allen Kulturen früher als in 2019. Allerdings habe sich im April und Mai das Wachstum durch die kühleren Temperaturen wieder verzögert. Stark- und Extremniederschläge hätten vielen Gemüsekulturen auch in diesem Jahr zugesetzt.

  • Beim Spargel wird mit einer Erntemenge von 106.400 t gerechnet; 14 % unter dem sechsjährigen Durchschnitt.
  • Bei Zwiebeln ist von einer Erntemenge von knapp 500.000 t auszugehen. Das entspricht einem Rückgang von rund 22.000 t im Vergleich zum Vorjahr.
  • Die Möhrenernte liege bei rund 700.000 t; im Jahr 2019 waren es noch 791.000 t.
  • Beim Weißkohl wird mit einem guten Aufkommen von 449.000 t gerechnet.
  • Bei Rotkohl mit 125.000 t.
  • Die Weinerzeugung wird mit 9 Mio hl etwa auf Vorjahresniveau geschätzt,
  • während beim Hopfen 48.800 t erwartet werden.
Mit Material von AgE

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