Ökologische Landwirtschaft
Christel Grommel | am

EU will ökologische Landwirtschaft ankurbeln

Mit einem Aktionsplan für die ökologische Landwirtschaft will die EU-Kommission die Produktion und den Konsum ökologisch erzeugter Lebensmittel steigern.

So sollen diese Nahrungsmittel auch für Menschen mit niedrigem Einkommen bezahlbar werden und stärker in Schulen und Kantinen angeboten werden. Auch die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln soll durch die Entwicklung einer Datenbank verbessert werden. Zudem soll ein EU-Bio-Tag eingeführt sowie der Bio-Tourismus gefördert werden.

Bis 2030 soll ein Viertel der Agrarfläche in der EU für ökologische Landwirtschaft genutzt werden. Zusätzlich soll die ökologische/biologische Aquakultur beträchtlich ausgebaut werden. Der zuständige EU-Kommissar Janusz Wojciechowski sagte, er sei fest davon überzeugt, dass dieses Ziel erreicht werden könne. Marlene Mortler, Europaabgeordnete und CSU-Agrar- und Ernährungspolitikerin, bezeichnete dieses Ziel als ambitioniert.

Mit dem Aktionsplan sollen dem bereits stark wachsenden Bio-Sektor die richtigen Instrumente an die Hand gegeben werden, um diese Ziele zu erreichen. Der Aktionsplan sieht 23 Maßnahmen in drei Schwerpunktbereichen vor: Förderung des Verbrauchs, Ausbau der Produktion und weitere Stärkung der Nachhaltigkeit. 

Plan auf Nachfrage ausgerichtet

Die Kommission ruft die Mitgliedstaaten auf, nationale Aktionspläne für den Bio-Sektor auszuarbeiten, um den Anteil der ökologisch/biologisch bewirtschafteten Fläche auf nationaler Ebene zu erhöhen.

Derzeit bestehen in den EU-Ländern große Unterschiede was den Anteil der Ökofläche betrifft: Laut der Statistikbehörde Eurostat war Österreich 2019 mit einem Anteil von 25,3 Prozent Spitzenreiter. Schlusslichter sind Malta (0,5 Prozent) gefolgt von Irland (1,6) und Bulgarien (2,3). Deutschland liegt mit 7,7 Prozent im unteren Mittelfeld.

Der Aktionsplan sei vor allem auf die Sogwirkung der Nachfrage ausgerichtet. Im Aktionsplan werden daher mehrere konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen die Nachfrage angekurbelt werden soll. 

Mit Material von dpa, EU
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