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Ferkelkastration: Bauernpräsident Rukwied fordert Ausgleich für Kosten
Ab 2021 müssen deutsche Landwirte auf betäubungslose Ferkelkastration verzichten. Joachim Rukwied fordert jetzt Kostenerstattung.
Die deutschen Landwirte sind bereit zum Ausstieg aus der betäubungslosen Kastration von Ferkeln. Das hat Bauernpräsident Joachim Rukwied jetzt in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 11. Januar betont. Es gebe Alternativen wie die Mast der Eber oder die Anwendung einer Vollnarkose.
„Wir brauchen aber auch die Möglichkeit einer Lokalanästhesie“, sagte Rukwied. Entscheidend sei jetzt, dass Schlachter und Vermarkter mitzögen. „Die müssen den Landwirten die höheren Kosten erstatten. Da kann Druck von der Politik nicht schaden“.
Kastration verhindert Ebergeruch
Die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln in Deutschland wird Ende 2020 verboten. Die Kastration der Ferkel kurz nach der Geburt soll verhindern, dass das Fleisch den von vielen als unangenehm empfundenen Ebergeruch entwickelt.
Die eigentlich schon Anfang 2019 verbotene betäubungslose Kastration wurde von der Bundesregierung noch bis Ende 2020 erlaubt. Die Branche war noch nicht so weit, das Verbot umzusetzen.