Ferkel wird in einem Narkosegerät mit Isofluran für die Kastration betäubt
Anne-Maria Revermann | am

Ferkelkastration: Wie männliche Schlachtschweine bis 2021 vermarkten?

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Dammann-Tanke fordert den Handel auf, sich klar zu positionieren, welche Art von männlichen Schlachtschweinen er ab 2021 vermarkten möchte.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Dammann-Tanke befürchtet, der Handel würde sich im Hinblick auf das nahende Kastrationsverbot von Ferkeln seiner Verantwortung entziehen.

„Wir fordern den Lebensmittelhandel auf, sich klar zu positionieren, welche Art von männlichen Schlachtschweinen er ab spätestens 1.1.2021 vermarkten möchte. Die Alternativen lauten Eberfleisch oder Fleisch von kastrierten Schweinen – unter Betäubung oder mittels der sogenannten Immunokastration.

Diese Frage dränge sich auf, weil das Schlachtschwein, das zum Jahreswechsel im Schlachthof verarbeitet wird, bereits Ende Mai 2020 geboren werde. Bis dahin würden Landwirte Klarheit benötigen.

"In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass die Frist für das betäubungslose Kastrieren letztmals verlängert wurde. Dass diese Frist damals unter großem politischen Druck erneut verlängert wurde, lag maßgeblich an der Passivität des Handels. Wir beobachten mit Sorge, dass der Handel sich dieser Verantwortung nach wie vor entzieht.“

 

Mit Material von CDU Niedersachsen
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