Ackerflächen
Christel Grommel | am

GAP: Verbände fordern soziale Gerechtigkeit

Mehrere Verbände haben in einem offenen Brief an Minister und Abgeordnete des Bundestags mehr soziale Gerechtigkeit für die GAP gefordert.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband Deutscher Milchviehalter (BDM), Land schafft Verbindung (LsV) und der Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein (LNV) wandten sich mit dem Brief an die Politik.

Darin beklagen die Verbände Ungerechtigkeiten in der kommenden Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Kritik wird im Brief vor allem an den flächengebundenen Direktzahlungen sowie der fehlenden Kappung und Degression von Direktzahlungen geäußert. Für die Eco Schemes wird eine Erweiterung gefordert. 

Die Verbände sehen darin eine Stärkung der flächenstarken Betriebe: Dies erhielten einen großen Teil der flächengebundenen Direktzahlungen, auch die Umverteilungsprämie auf die ersten Hektare zur Stärkung der kleineren und mittleren Betriebe bliebe ohne Größenbegrenzung. Ebenfalls wird kritisiert, dass verbundene Unternehmen weiterhin nicht gemeinsam veranlagt würden. 

Das wird im Brief gefordert

Man fordere nun die Bundesregierung und den Bundestag auf, die Beschlüsse der AMK im Gesetzgebungsverfahren weiterzuentwickeln.

Konkret wird im Brief gefordert:

  • Mündung der Degression in eine Kappung der Gelder bei 150.000 Euro
  • Umverteilungsprämie für Betriebe bis 300 Hektar  auf mindestens 15 Prozent anheben und dann schrittweise erhöhen
  • Eco-Schemes mindestens um die Maßnahmen Grünland- und Strohprämie ergänzen
  • Weideprämie auf Rinder samt Milchkühe ausweiten
  • "Einkommensgrundstützung" zielführender einsetzen
  • Umsetzung der Gemeinwohlprämie des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL)
Mit Material von LNV, BDM, LsV, AbL
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