Greenpeace-Aktivistin hält Transparent auf Boot hoch
Christel Grommel | am

Greenpeace versenkt trotz Verbot Steine in der Ostsee

Trotz eines Verbotes und einer angedrohten Ordnungsstrafe versenkte die Organisation am Dienstag weitere Granitsteine vor Rügen in der Ostsee.

Laut der Umweltorganisation Greenpeace wird damit das von der Bundesregierung ausgewiesene Schutzgebiet Adlergrund vor der Zerstörung durch Grundschleppnetze geschützt. Behörden und Fischer seien über die Koordinaten der versenkten Findlinge informiert worden. 

Rund 60 teils tonnenschwere Findlinge sind bereits seit Sonntag von der Organisation versenkt worden. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hatte der Umweltorganisation Greenpeace verboten, weiter Granitsteine zu versenken. Es handele sich um eine "Verschmutzung", mit der die Umweltorganisation gegen das "Hohe-See-Einbringungsgesetz" verstoße. Trotzdem versenkte Greenpeace weitere Steine. 

Greenpeace: Meeresschutz nur auf dem Papier

Mit den bis zu einer Tonne schweren Natursteinen wollen die Aktivisten nach eigenen Angaben verhindern, dass Fischer mit Grundschleppnetzen den Meeresboden "durchpflügen". 

Die Bundesministerien für Umwelt und Landwirtschaft hätten bereits im Frühjahr 2019 angekündigt, unter anderem im Adlergrund die Grundschleppnetzfischerei verbieten zu wollen. Bisher sei aber nichts passiert. Deutschland habe zwar seit 2007 fast 50 Prozent seiner Meeresgebiete unter Schutz gestellt, doch den Schutz gebe es nur auf dem Papier. 

Der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack sagte: "Was uns weitermachen lässt, ist unser Verständnis, dass wir der Natur ihr Recht auf Unversehrtheit geben." 

Mit Material von dpa

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