Endlich geht es wieder los: In Berlin startet an diesem Freitag die Messe „Internationale Grüne Woche“.

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Imke Harms | am

Grüne Woche in Berlin: Das sind die wichtigsten Events auf der Messe

Mit 1.400 Ausstellern aus 60 Ländern kommt die Internationale Grüne Woche vom 20. bis 29. Januar 2023 zurück auf das Berliner Messegelände. Es ist die 87. Auflage.

1.096 Tage hat es gedauert, nun ist die Internationale Grüne Woche wieder zurück in Berlin. Wobei der Begriff „Woche“ untertrieben ist: Zehn Tage lang wird sich bei der 87. Auflage nach zweijähriger Pause alles um die Themen Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau drehen.

Plattform für Agrarpolitik

Die Marktübersicht gibt es auf mehr als 115.000 Bruttoquadratmetern, zu bestaunen sind land- und forstwirtschaftliche sowie gartenbauliche Sonderschauen, zu den Highlights zählen laut Messe Berlin die Blumenhalle und die Tierhalle sowie die Halle 3.2 mit dem Erlebnisbauernhof und der Sonderschau „Wie schmeckt die Zukunft“ von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und dem Lebensmittelverband.

Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Spitzenpolitikerinnen und -politiker die Messe besuchen. Dort präsentieren Aussteller ihre Produkte und Ideen ganz im Zeichen der nachhaltigen Ernährung.

1.400 Aussteller aus 60 Ländern

Erwartet werden in diesem Jahr rund 400.000 Besucherinnen und Besucher, die sich die Produkte, Angebote und Ideen von 1.400 Ausstellern aus 60 Ländern anschauen kommen.

Mit „grünerleben“ in Halle hub27 erhält das Schlagwort Nachhaltigkeit in diesem Jahr sogar eine eigene Themenwelt. Dort stellt das Bundesumweltministerium vor, wie wichtig intakte Ökosysteme sind, vom Meer bis in die Wälder, von Mooren bis zur Stadtnatur. Aufgezeigt wird auch, was jeder Einzelne für den Klimaschutz tun kann.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes

Ernährungskrise meistern

Wie die Herausforderungen der globalen Ernährungskrise gemeistert werden können, zeigt das Bundesentwicklungsministerium in Halle 10.2. Dabei geht es auch darum, wie weltweit ein Leben ohne Hunger durch alternative Anbaumethoden oder faire Wertschöpfungsketten erreicht werden kann. Für Schulklassen gibt es mit „young generation“ ein vielseitiges Programm vom Brotbacken bis zu Holzschnitz-Wettbewerben. Und damit der Tag entspannt wird, steht wieder ein Streetfoodmarkt bereit.

Biobetrieb Gewächshaus

Lokalität, Traditionen und Innovationen

In den acht Länderhallen wartet ebenfalls so mancher Genuss, zwölf Bundesländer zeigen die Bedeutung von Regionalität, lokaler Besonderheiten, Traditionen und Innovationen. So präsentieren sich in der Niedersachsenhalle knapp 60 niedersächsische Unternehmen aus dem Agribusiness, Tourismusverbände, Startups, regionale Gemeinschaften und Verbände. Ihre Themen reichen von speziellen Angeboten für Fachbesucher bis zu kulinarischen und folkloristischen Spezialitäten. Das benachbarte Bundesland Bremen ist ebenfalls mit einem großen Ausstellungsbeitrag in der Niedersachsenhalle dabei, unter anderem mit einer „Fischküche“.

Verschiedene Regionen Niedersachsens, wie das Weserbergland, das Oldenburger Münsterland oder das Elbe-Wendland, stellen sich als Ausstellergemeinschaften mit vielen regionalen Partnerorganisationen, Tourismusverbänden oder Lebensmittelherstellern vor. Bereits zum dritten Mal präsentieren sich in wechselnden Beiträgen junge Unternehmen und Organisationen.

Genuss in Berlin: Es gibt viele Leckereien auf der Grünen Woche.

Der Niedersachsenabend: Perspektiven für eine Lebensmittelproduktion

Unter dem Motto „Zukunftswerkstatt Land- und Ernährungswirtschaft 2023“ ist für Mittwoch, 25. Januar, wieder der Niedersachsenabend vorgesehen. Er wird ausgerichtet im City Cube zwischen 17.30 und 20.30 Uhr. Ob Geschäftsanbahnung, Stellenbörse oder gute Gespräche - der Niedersachsenabend auf der Internationalen Grünen Woche hat Tradition. Treffen werden sich rund 1.600 Gäste auf Einladung der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft.

Workshops und Events besuchen

Lust, auch Hand anzulegen? Dann sind die Workshops auf der Grünen Woche vielleicht das richtige. Von Filzen, Bauen von Holzkästen, über Ostereier bemalen bis hin zur Fertigung von Essskulpturen können sich Besucherinnen und Besucher in der Halle 20 auf der „Bühne Sachsen“ inspirieren lassen. Ausnahme ist hier der „Re-Use-Superstore-Workshop“, der in zwei Teile geteilt in Halle 27 an Stand 205 stattfindet (Zeil 1 am Samstag, 21. Januar, 10 bis 18 Uhr, Teil 2 am Sonntag, 22. Januar, ebenfalls von 10 bis 18 Uhr). Vom 23. bis 29.Januar dann, gibt es die Chance, das fertige Little Home anzuschauen und „probezuwohnen“.

Das Kongressprogramm: Ernährung, Klimaschutz und Mobilität

Die Bandbreite rund um Agrar- und Ernährungsthemen bietet Das Kongressprogramm der Messe. Vom 18 bis 21. Januar geht es beispielsweise um das „Global Forum for Food and Agriculture“, am 23. und 24. Januar dreht sich alles um die Kraftstoffe der Zukunft und erneuerbare Mobilität. Ein großes Bühnenprogramm ergänzt die Symposien und Diskussionsrunden. Talkrunden gibt es mehrfach täglich zu mannigfaltigen Themenkomplexen.

Volle Fahrt voraus: Die Hallen werden vorbereitet

Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

  • Die Internationale Grüne Woche findet vom 20. bis 29. Januar statt.
  • Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr; Freitag, 27. Januar, bis 20 Uhr.
  • Eintrittspreise: Tageskarte 15 Euro, Tageskarte „Happy Hour“ (Mo – Fr ab 14 Uhr) 10 Euro, Familienkarte 31 Euro. Die Tickets gibt es ausschließlich online, entweder vorab im Internet oder an den Eingängen. Eine Barzahlung ist nicht möglich.
Mit Material von Messe Berlin

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