Hubertus Heil bei Bundestagsdebatte zu Fleischindustrie
Christel Grommel | am

Heil will strengere Auflagen für Schlachthöfe

Nach den Corona-Ausbrüchen in mehreren Schlachtbetrieben fordert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil strengere Regeln für die Fleischindustrie.

Heil will durchgreifen: "Hier müssen wir aufräumen. Denn wir riskieren durch das Verhalten einiger schwarzer Schafe eine zweite große Infektionswelle." Unterstützt wird Heil von Arbeitsminister Laumann, der sich ebenfalls für härtere Auflagen ausspricht. 

Beide Minister wollen unter anderem strengere Regelungen bei den Werkverträgen. "Die gängigen Werkvertrags-Varianten lassen zu viele Schlupflöcher", betonte Heil. Laumann will die Verantwortung bei den Schlachthöfen haben: "Es geht nicht, dass Unternehmen ihr Kerngeschäft an Werkvertragsnehmer auslagern können und dann alle Verantwortung von sich wegschieben."

Am Montag will Heil Vorschläge ins Corona-Kabinett einbringen, um das Arbeitsschutzgesetz ändern zu können. Hier will Heil Maßnahmen durchsetzen: "Wir brauchen verbindliche Quoten für die Kontrollen, schmerzhafte Bußgelder bei Verstößen und klare, unmissverständliche Verantwortung eines Arbeitgebers für seine Betriebsabläufe."

Die Schlachthöfe in Deutschland sind zunehmend zum Corona-Brennpunkt geworden. Im April brach die Krankheit bereits in einem Fleischwarenwerk in Birkenfeld in Baden-Württemberg aus. Nun sind Belegschaften in Coesfeld und Oer-Erkenschwick sowie Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein betroffen. Auch schon vor der Corona-Krise stand die Fleischindustrie aufgrund von Arbeits- und Unterkunftsbedingungen in der Kritik.

Mit Material von dpa
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