Ackerschlepper-Güllefass-Schleppschlauch

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Cornelia Krieg | am

Investitionsprogramm Landwirtschaft: Details zur neuen Runde

Am 18. Juli beginnt das neue Interessenbekundungsverfahren im „Investitionsprogramm Landwirtschaft“. Was ist dabei wichtig?

Mit dem Investitionsprogramm Landwirtschaft fördert das BMEL landwirtschaftliche Unternehmen, Lohnunternehmen, Maschinenringe und Zusammenschlüsse von landwirtschaftlichen Unternehmen, die in moderne Technologie investieren wollen. Die Runde endet am 27.7.2022 um 23.59 Uhr.

Wichtiges zum Verfahren

  • Grundsätzlich gilt: Interessenbekundungen aus dem April 2021 verlieren ihre Gültigkeit. Alle Unternehmen, die dieses Jahr eine Einladung zur Antragstellung bekommen möchten, müssen also an der neuen Interessenbekundung teilnehmen.
  • Bedingung für die Teilnahme ist eine vollständige Registrierung im Förderportal der Rentenbank. Die Registrierung ist auch bis zum Ende des Verfahrens und darüber hinaus möglich. Die Angaben dort sind für die spätere Antragstellung maßgeblich. Abgefragt werden:
  • Angaben zum Antragsteller und zum antragstellenden Unternehmen (rechtsverbindlicher Unternehmensname, Anschrift etc.) sowie
  • Angaben zur geplanten Investitionssumme für eine Antragstellung im Jahr 2022 (unterteilt in die Kategorien A („Maschinen der Außenwirtschaft“), B („Separationsanlagen“) und C („Anlagen und Bauten zur Lagerung von Wirtschaftsdünger“).
  • Jedes Unternehmen darf pro Kategorie nur eine Interessenbekundung abgeben. Mehrfache Einreichungen sind unzulässig und werden gelöscht. Anschließend führt die Rentenbank für jede der drei Kategorien per technischem Zufallsverfahren eine Reihung aller eingegangenen Interessenbekundungen durch.
  • Entsprechend dieser Reihenfolge versendet die Rentenbank ab Anfang August 2022 die Einladungen zur Antragstellung. Wer sein Interesse für mehrere Kategorien bekundet hat, kann auch mehrere Einladungsschreiben erhalten. Ein kategorienübergreifender Antrag ist nicht gestattet. Die Einladungen erfolgen anhand der Reihung so lange, bis die verfügbaren Mittel in Höhe von 200 Mio. Euro aufgebraucht sind. Nur wer eine Einladung zur Antragstellung erhält, kann im Förderportal einen Antrag in der aufgeführten Kategorie der Rentenbank stellen.
  • Angebote von Herstellern und Lieferanten müssen erst nach Erhalt der Einladung zur Antragsstellung eingeholt werden. Sie bilden die Grundlage des Antrags. Erst zu diesem Zeitpunkt müssen Sie den Fördergegenstand aus der jeweils gültigen Positivliste konkret benennen und die Investitionssumme gemäß dem wirtschaftlichsten Angebot angeben.

Längere Frist für Bauten

  • Ab Datum der Einladung haben die Antragsteller der Kategorie A („Maschinen der Außenwirtschaft“) und B („Separationsanlagen“) 30 Tage Zeit, ihren Antrag im Förderportal fertigzustellen und auszudrucken. In der Kategorie C („Anlagen und Bauten zur Lagerung von Wirtschaftsdünger“) beträgt die Frist für die Fertigstellung des Antrags im Förderportal 120 Tage. Der Grund für die längere Frist besteht darin, dass die Verfahren zur Erteilung der für die Förderung nötigen Baugenehmigung oft viel Zeit brauchen.
  • Der Antrag ist rechtsverbindlich zu unterzeichnen und zusammen mit dem Einladungsschreiben zur Antragstellung bei der Hausbank einzureichen.
  • Anschließend müssen Sie mit der Hausbank über die konkrete Finanzierung sprechen. Der Darlehensbetrag muss mindestens 60 % der förderfähigen Kosten betragen. Ein Erstgespräch über die Finanzierung sollten Sie schon vor der Antragstellung führen. Ist das erledigt, dann sind Zuschuss- und Darlehensantrag spätestens innerhalb von zwei Monaten (nach Abschluss des Zuschussantrags im Förderportal) über die Hausbank bei der Rentenbank einzureichen. Erst dann gilt der Antrag als gestellt. Denken Sie daran, dass Ihre Hausbank noch eine gewisse Zeit zur Bearbeitung braucht. PM, red/cby
  • Details zum Verfahren finden Sie auf der Homepage der Rentenbank (https://www.rentenbank.de). Das Förderportal finden Sie unter https://lwfoerderportal.rentenbank.de. Fragen beantworten die Mitarbeiter der Rentenbank telefonisch unter der Servicerufnummer 069-71049941.

Güllefässer zukünftig nicht mehr gefördert

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) streicht die Förderung von Gülletankwagen aus dem „Investitionsprogramm Landwirtschaft“. Die Anschaffung von Gülletankwagen wird künftig nicht mehr förderfähig sein. Als Grund führt das BMEL eine eine umfassende Auswertung zur bisherigen Inanspruchnahme der Förderung an. Dabei sei deutlich geworden, dass das Programm positiv angenommen werde und die Förderung auf Klima-, Natur- und Umweltschutz ausgerichtet sei.

Einzige Ausnahme bei der insgesamt positiven Bewertung der Fördereffizienz sei die bisher optionale Mit-Förderung von Gülletankwagen mit einem Aufbringsystem. Daher stellt das BMEL die Förderung für die Anschaffung von Gülletankwagen über das Programm ein. Die Einzelförderung der Aufbringsysteme für flüssige Wirtschaftsdünger bleibt jedoch bestehen, da diese laut BMEL eine hohe Fördereffizienz aufweisen und erheblich zur Verbesserung der exakten Nährstoffverteilung und der Minderung von Ammoniakemissionen beitragen.

Durch die Herausnahme der Tankwagen stehen künftig mehr Mittel für die verbleibenden Kategorien zur Verfügung. Damit können auch mehr Antragsteller am Programm teilhaben.

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