Düngerstreuer auf dem Acker
Christel Grommel | am

Investitionsprogramm Landwirtschaft startet in zweite Runde

Bis zum 21. April können sich alle Interessierten für das Programm registrieren.

Aufgrund der hohen Nachfrage hatte Julia Klöckner die zweite Tranche des Investitionsprogramms zeitlich vorgezogen. 

Zuschüsse fließen in die Förderung von hochmodernen Maschinen, die im Sinne des Klima- und Umweltschutzes z. B. enorme Einsparungen bei Pflanzenschutz- und Düngemitteln ermöglichen.

Mit der heutigen Veröffentlichung der ergänzten Richtlinie und Bekanntmachung im Bundesanzeiger treten die Änderungen in Kraft.

Bis zum 21. April registrieren

Für die Teilnahme am Förderprogramm ist eine Registrierung erforderlich. Die Registrierung auf dem Online-Portal der Landwirtschaftlichen Rentenbank für alle an einer Förderung interessierten Landwirte ist bis zum 21. April, 18 Uhr unter folgendem Link möglich: https://foerderportal.rentenbank.de/anmeldung

Alle Registrierten erhalten von der Landwirtschaftlichen Rentenbank eine E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme an einem "Interessenbekundungsverfahren". Das Interessenbekundungsverfahren ist vom 23. bis 30. April 2021 geöffnet. Der Antragsteller muss sich eindeutig identifizieren, um Mehrfachanmeldungen zu verhindern.

Es wird abgefragt:

  • in welchem Förderbereich eine Investition geplant ist (Maschinenbeschaffung, Bau von Lagern für Wirtschaftsdünger oder Beschaffung von Separierungsanlagen),
  • das gewünschte Jahr der Förderung
  • sowie eine unverbindliche, ungefähre Preisangabe.

Auswahlverfahren: Im Anschluss werden alle eingegangenen Interessenbekundungen je Förderbereich per Zufallsverfahren in eine Reihenfolge gebracht. Anhand dieser Reihung wird sukzessive die Einladung der Rentenbank an die Unternehmen ergehen, einen Zuschussantrag zu stellen. Die Antragstellung erfolgt dann wie bisher über das Online-Portal der Landwirtschaftlichen Rentenbank und die Hausbank.

Angepasste Förderbedingungen

Damit möglichst viele Anträge gestellt werden können, sind Förderbedingungen angepasst worden. 

  • Um die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Maschinennutzung zu erleichtern, können jetzt auch neu gegründete GbRs gefördert werden.
  • Die Höchstfördersumme für förderfähige Investitionen in den Jahren 2021 bis 2024 beträgt eine Million Euro je Zuwendungsempfänger.
  • Für Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärproduktion beträgt die Höchstfördersumme 250.000 Euro pro Unternehmen und Investitionsvorhaben, für gewerbliche Unternehmen 100.000 Euro.

Diese Maschinen wurden in der Liste ergänzt

Ergänzung der Positivliste um bestimmte Maschinenkategorien, um insbesondere Betriebe mit Sonderkulturen und kleinstrukturierte Landwirtschaft noch besser fördern zu können:

  • Maschinen zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln, die in Sonderkulturbetrieben eingesetzt werden.
  • Kleinere mit moderner Technik ausgestattete Pflanzenschutzgeräte mit maximal 18 m Arbeitsbreite und max. 1.800 Liter Behältergröße.
  • Möglichkeit der Nachrüstung mit GPS-Grundausstattung, auch für die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln und bei der mechanischen Unkrautbekämpfung.
  • Bei Maschinen zur Gülleseparierung entfällt die Begrenzung auf bestimmte Techniken.
  • Diese zusätzlichen Maschinen müssen von den Herstellern zur Aufnahme auf die Positivliste gemeldet und danach entsprechend geprüft werden. Die Neuerungen werden sich entsprechend zeitversetzt auf der Positivliste wiederfinden.
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