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Kristina Wienand | am

Italien zahlt staatliche Hilfen für ASP-Schäden

Unternehmen im Schweinesektor sollen in Italien finanzielle Hilfen für wirtschaftliche Schäden durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) erhalten. Ein Gesetz wurde jetzt unterzeichnet.

Der italienische Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli unterzeichnete am vergangenen Freitag (29. Juli) einen entsprechenden Erlass zur Einrichtung eines Fonds. Er ist mit 25 Millionen Euro ausgestattet.

Unterstützt werden sollen Unternehmen der gesamten Lieferkette in den Gebieten mit Afrikanischer Schweinepest (ASP), die Einbußen aufgrund von Maßnahmen zur Verhütung, Tilgung und Eindämmung der Tierseuche erlitten haben. Das betrifft demnach etwa die Stilllegung von Unternehmen, aber auch Vermarktungsbeschränkungen oder Exportverbote.

So sollen die Mittel verteilt werden

Die Mittel sind zu 60 Prozent für die landwirtschaftliche Erzeugung und zu 40 Prozent für Unternehmen des Schlacht- und Verarbeitungssektors bestimmt.

Profitieren sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen der Primärproduktion sowie des Schlachthof- und Fleischverarbeitungssektors in den Gemeinden, die von den Beschränkungen der Verbringung von Tieren und der Vermarktung von Folgeprodukten betroffen sind.

Zuwendungen sollen aber auch Betriebe außerhalb dieser Zonen erhalten, die 2021 Schweine oder Schweinefleisch aus den von den ASP-Maßnahmen betroffenen Regionen erhalten haben und deren Geschäftstätigkeit nun nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist.

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ASP-Lage in Deutschland

Knapp einen Monat nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Emsland sollen die ersten Tiere aus der Sperrzone geschlachtet werden. Rund 2500 Mastschweine sollten am Freitag im niederrheinischen Geldern (Nordrhein-Westfalen) geschlachtet, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover einen Tag zuvor mit. Das Fleisch soll in einem Betrieb in Thüringen weiter verarbeitet werden.

Zum Hintergrund: Anfang Juli war auf einem Betrieb in Emsbüren im Landkreis Emsland das für Tiere hochgefährliche Virus festgestellt worden. Die Tiere - 280 Sauen und 1500 Ferkel - mussten getötet werden. Um den Betrieb herum wurde eine Sperrzone eingerichtet. Davon betroffen sind in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim rund 200 000 Schweine, die nur mit Ausnahmegenehmigung zu anderen Betrieben in der Überwachungszone oder zur Schlachtung gebracht werden dürfen.

Die Einschränkungen gelten nach Vorgaben der EU-Kommission bis 14. Oktober. Bis dahin müsse für rund 100 000 Tiere die Schlachtung organisiert werden, da sie nicht mit Tieren außerhalb der Zone geschlachtet und verarbeitet werden dürfen, hieß es aus dem Ministerium. Die Auflagen sind eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Afrikanische Schweinepest ist bisher nur auf dem einen Hof ausgebrochen, weitere Krankheitsfälle gab es in Niedersachsen nicht.

Mit Material von AgE, dpa
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