Offshore-Windpark
Christel Grommel | am

Klimaschutz macht laut Bericht Fortschritte

Fortschritte beim Klimaschutz unter anderem in der Landwirtschaft belegt der "Klimaschutzbericht 2019". Im vergangenen Jahr konnte Deutschland seinen Treibhausgasausstoß um fast 6,3 Prozent senken.

Im Vergleich zu 1990 waren das gut 35,7 % weniger. Infolge dieser Entwicklung und der im jetzt laufenden Jahr rückläufigen Emissionen im Zuge der Corona-Pandemie hält es das Bundesumweltministerium für möglich, die für 2020 angepeilte Verringerung der Emissionen um 40 % gegenüber 1990 noch zu erreichen. 

Dem Bericht zufolge ist ein fallender Trend bei den Emissionen auch in der Landwirtschaft zu beobachten. Hier seien 2019 insgesamt 1,6 Mio t oder etwa 2,3 % weniger CO2-Äquivalente emittiert worden als im Vorjahr. Damals seien mit 70 Mio t CO2-Äquivalente 8 % der Gesamtemissionen Deutschlands auf die Landwirtschaft entfallen. Im Jahr 1990 hatte der Sektor noch Emissionen in Höhe von 90 Mio t CO2-Äquivalente verursacht.

Umweltministerin Schulze gab an, dass man mit dem Klimaschutzgesetz "Verbindlichkeit, Transparenz und Überprüfbarkeit in der Klimapolitik sichergestellt" habe. Damit seien klare Emissionsminderungsziele für alle Sektoren einschließlich der Landwirtschaft aufgestellt worden.

Moor und Wälder erhalten

Im Sektor Landwirtschaft bestünden erhebliche Potentiale zur Emissionsminderung, so das Umweltministerium. Daher setze sich die Bundesregierung dafür ein, dass die Erhaltung von Dauergrünland in der zukünftigen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gewährleistet bleibe. 

Moorböden und Wälder sowie deren nachhaltige Bewirtschaftung sollen langfristig erhalten und gesichert werden. Weiteres Klimaschutzpotential liege in der Kaskadennutzung von Holz. Der Verband Familienbetriebe Land und Forst sieht sich durch den Klimabericht in seiner Forderung nach einer Honorierung der Klimaschutz-leistungen des Waldes bestätigt. Das käme dem Aufbau und Erhalt klimastabiler Wälder zugute, die große Mengen an Emissionen speicherten. 

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) mahnte mehr Unterstützung der Gartenbaubetriebe beim Klimaschutz an.

VDB-Geschäftsführer Elmar Baumann forderte ein umfassendes Konzept für den Straßenverkehr mit konkreten Maßnahmen für eine Abkehr von fossilen Kraftstoffen. Damit im Jahr 2030 die Klimaziele erreicht werden könnten, müsse sich der Anteil alternativer Kraftstoffe vervierfachen und 20 % erreichen. 

Mit Material von AgE
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Unkraut einfach weglasern - neue Möglichkeiten in der Landwirtschaft
  • Der Putenmarkt reagiert drastisch auf hohe Futterkosten und niedrige Erlöse
  • Das Winterprogramm der Niedersächsischen Landjugend ist da!
  • Investoren bedrängen Landwirte: Freiflächen-Photovoltaik

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen