Schweine in Stall liegen auf Stroh

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Christel Grommel | am

Klöckner fordert Investitionsförderprogramm für Stallumbau

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will eine Förderung von Stallumbauten, die dem Tierwohl dienen. Das sei von Tierhaltern und Verbrauchern gewollt.

Die Stallumbauten sollten demnach nicht mit Kapazitätsausweitungen verbunden sein, sondern zeitnah mehr Tierwohl im Stall ermöglichen. 

"Wir brauchen deshalb erhebliche Investitionen in Stallumbauten. Nicht um die Tierbestände zu vergrößern, sondern um dem aktuellen Bestand mehr Platz und Bewegung zu bieten", so die Ministerin. Preisdruck und Erwartungsdruck seien in der Fleischwirtschaft enorm. 

Um Wettbewerbsverzerrungen und Kostennachteile heimischer Tierhalter innerhalb Europas zu vermeiden, Abwanderungen zu verhindern und regionale Versorgung zu sichern, werde es ohne eine solche Unterstützung für die Tierhalter nicht gehen. "Ein Investitionsförderungsprogramm für die Tierhaltung im qualitativen Bereich dient nicht nur der Standortsicherung, sondern vor allem dem Tier- und Umweltschutz."

Nachhaltigkeit fördern

Der Landwirtschaftsstandort Deutschland und Europa sowie die regionale Nahrungsmittelproduktion seien zurecht systemrelevant. Die strategische Frage einer nachhaltigen Ausrichtung der gesamten Wertschöpfungskette der Ernährungssicherung gehöre zum Herzstück einer robusten Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund müsse die heimische Land- und Forstwirtschaft sowie die ländlichen Räume in Deutschland auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit gestärkt und bei den bevorstehenden Anpassungen bestmöglich unterstützt werden.

Neben dem klaren Fokus auf die Herstellung von Nahrungsmitteln seien das Tierwohl sowie die effiziente Nutzung und der Schutz der natürlichen Ressourcen wichtige Entwicklungspfade im Sinne der Agenda 2030 – gepaart mit Innovation, Forschung und Zukunftsinvestition. Klöckner sagte, eine "nachhaltige regionale Land- und Forstwirtschaft" sichere "deutschlandweit regionale Arbeitsplätze". Zudem trage sie zur wirtschaftlichen Belebung der ländlichen Regionen bei. 

Ziel der Bundeslandwirtschaftsministerin ist es angesichts der Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie, die Widerstandsfähigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, der Fischerei und der ländlichen Räume weiter zu stärken und sie unabhängiger zu machen. Dafür brauche es Investitionen in Form eines Konjunkturprogramms für den Agrarbereich.

Mit Material von BMEL

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