Taktor verteilt Dünger auf Acker
Christel Grommel | am

Klöckner stellt Investitionsprogramm Landwirtschaft vor

Das eine Milliarde starke Paket soll einen Modernisierungsschub in der Landwirtschaft anstoßen. Kernstück ist mit 816 Millionen das "Investitionsprogramm Landwirtschaft".

Das Programm soll dem Klima-, Umwelt- und Naturschutz dienen. Beispielsweise will man mit passgenauer Ausbringung von Pflanzenschutz- oder Düngemitteln mit modernster Technik Umweltziele erreichen. Das Geld solle "passgenau" bei den Landwirten ankommen, auch bei kleinen und mittleren Betrieben.

Klöckner bekräftigte, dass sie hinter der "Bauernmilliarde" stünde: "Wir werden jetzt mit jedem Euro nur Technik fördern, die spürbare Einsparungen an Dünger und auch Pflanzenschutzmittel garantiert."

Die Milliarde steht in den Jahren 2021 bis 2024 zur Verfügung. Sie teilt sich wie folgt auf:

  • Investitionsprogramm Landwirtschaft mit 816 Millionen Euro: 
  • Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft für exakte Düngung und exakten Pflanzenschutz, 
  • Erweiterung und emissionsarme Abdeckung der Lagerkapazität für Wirtschaftsdünger sowie 
  • Separierung von flüssigen Wirtschaftsdüngern (Gülle) – auch in mobilen Kleinanlagen.
  • Insektenschutz: Finanzielle Besserstellung von Agrarumweltmaßnahmen im Sonderrahmenplan „Maßnahmen zum Insektenschutz in der Agrarlandschaft“ in der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) mit zusätzlich 140 Millionen Euro.
  • Digitalisierung und Innovationsförderung: Modell- und Demonstrationsprojekte im Bereich der Digitalisierung mit 20 Millionen Euro und der Innovationsförderung mit 24 Millionen Euro, um effektive sowie effiziente Verfahren für mehr Ressourcenschutz in der Landwirtschaft unter Praxisbedingungen zu erproben.

Höhe der Förderung und Antragsverfahren

Landwirte bekommen 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben erstattet, maximal 500.000 Euro. Die Summe darf maximal zwei Millionen Euro in vier Jahren betragen.

Bei landwirtschafltlichen Dienstleistern sind es zehn bis 20 Prozent, abhängig von der Unternehmensgröße.

Zuschüsse können ab dem 11. Januar beantragt werden. Das Förderprogramm wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank abgewickelt. 

Das Verfahren läuft in sieben Schritten. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite der Rentenbank. Dort können Interessierte überprüfen, ob ihr Vorhaben auf der Positivliste förderfähiger Maßnahmen steht.

Zu einem vollständigen Antrag gehören der unterschriebene Darlehensvertrag der Hausbank und der Zuschussantrag. Dieser muss bei der Rentenbank online gestellt werden.

Mit Material von BMEL, dpa
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