Julia Klöckner am Rednerpult
Christel Grommel | am

Klöckner will mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft

Landwirtschaft ist mehr wert - so lautet das Motto der Informationsoffensive, mit der Julia Klöckner die Wertschätzung für die Landwirtschaft stärken will.

Die Umstellung auf mehr Nachhaltigkeit, die viele Verbraucher bei der Produktion von Lebensmitteln wollen, hat ihren Preis. Die dafür nötigen Investitionen müssen sich für die landwirtschaftlichen Betriebe rechnen. 

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will diesen Wandel aktiv unterstützen und Landwirtinnen und Landwirte stärken, die Verantwortung übernehmen. Dazu gehörten beispielsweise Maßnahmen wie Projekte, die neue Produktionsmethoden erforschen und testen sowie Unterstützung bei Investitionen in moderne Technik. 

"Damit unsere Bäuerinnen und Bauern das alles leisten können, brauchen sie Unterstützung. Sie müssen dafür investieren: In neue Produktionsmethoden, moderne Ställe und Technik. Diese Kosten können sie nicht alleine tragen. Hier müssen wir – Verbraucher, Handel und Politik – einen Beitrag leisten. Als Bundesministerium unterstützen wir den Wandel – mit einer Vielzahl von Maßnahmen flankieren wir", so Julia Klöckner

Nachhaltigkeit nicht zum Nulltarif

Das BMEL betonte in einer Pressemitteilung, dass auch Handel und Verbraucher gefragt sind. Handelsunternehmen müssten sich an faire Spielregeln halten und Bäuerinnen und Bauern über angemessene Einkaufspreise unterstützen. Gleichzeitig müssten Verbraucherinnen und Verbraucher auch bereit sein, an der Ladentheke für verantwortungsvoll produzierte Waren mehr zu bezahlen.

Darauf zielt die Informationsoffensive des BMEL ab, die heute um elf Uhr unter dem Motto: "Kraut und Rüben. Gibt's nicht für’n Appel und ’n Ei." startete. Diese soll aufzeigen, was der Wandel konkret bedeutet und was für mehr Tierwohl, Klima- und Umweltschutz, Artenvielfalt und faire Preise getan wird.

Auf der Auftaktveranstaltung kritisierte Klöckner erneut Lockangebote für Fleisch und Fleischprodukte im Handel: "Es ist unanständig, wenn gerade Fleisch mit Billigpreisen beworben wird: Fleisch ist kein Produkt wie jedes andere im Supermarkt: Tiere haben dafür gelebt, sind dafür geschlachtet worden. Wenn gerade Fleisch zu Ramschpreisen angeboten wird, verdirbt das jede Chance auf Wertschätzung – und auf Wertschöpfung für unsere Bäuerinnen und Bauern."

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