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Kristina Wienand | am

LAND & FORST-Die Wegweiser: Wandel der Landwirtschaft

In unserem Podcast "LAND & FORST-Die Wegweiser" sprechen wir mit Experten etwa über politische Themen. Bei uns spricht Ex-Bundesagrarminister und Vorsitzende der sogenannten Borchert-Kommission, Jochen Borchert, über den Wandel der Landwirtschaft.

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Die Borchert-Kommission hat der Politik im Februar 2020 Empfehlungen vorgelegt, wie man die Tierhaltung in Deutschland transformieren kann. Noch ist wenig davon umgesetzt worden. Die beiden LAND & FORST-Redakteure Cord Leymann und Madeline Düwert haben den Vorsitzenden der Kommission, Jochen Borchert, gefragt, wie er das findet.

In der neuen Podcastfolge schildert der ehemalige Bundesagrarminister (1993 bis 1998) das Dilemma:

„Wir haben in der Kommission darauf hingewiesen, dass es eine große Differenz gibt zwischen den gesellschaftlichen Anforderungen für mehr Tierwohl und der Nachfrage der Konsumenten. Ich hoffe, dass sich das ändert, aber das wird lange dauern. Wir können nicht warten, bis sich die Nachfrage in der Gesellschaft verändert, denn dem stehen die ersten Gerichtsurteile des Bundesverwaltungsgerichts entgegen.“

So sei es etwa im Urteil zum Kükentöten gewesen, als das Gericht erklärte, dass das Interesse der Küken das Interesse der wirtschaftlichen Betriebe überwiegt.

Gerichte entschieden: Tierwohl hat Vorrang

Borchert schlussfolgert: „Das heißt, hier hat Tierwohl Vorrang. Es gibt den gesellschaftlichen Wunsch, dass Tiere artgerecht gehalten werden. Und wenn wir die Nutztierhaltung nicht umstellen, müssen wir damit rechnen, dass es weitere Klagen und Urteile gibt.“ Dann wäre der Gesetzgeber schließlich gezwungen, die Nutztierhaltung mit gesetzlichen Vorschriften zu verändern.

Seiner Ansicht nach würde das bei vielen Vieh haltenden Betrieben zu großen Problemen führen. Wie könnte der Umbau gelingen? Wie teuer wäre er? Auch Antworten auf diese Fragen gibt Borchert im Gespräch.

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"Engagiert euch politisch!"

Jochen Borchert ruft außerdem dazu auf: Engagiert euch politisch! „Wir werden unsere berechtigten Interessen nur durchsetzen können, wenn wir auch bereit sind, uns politisch zu engagieren und dafür zu kämpfen. Und dafür muss man auch in der Partei, in den Gremien, Kreistagen und Landtagen und Bundestagen sein. Das geht nicht von außen.“, ergänzt der ehemalige Spitzenpolitiker.

Warum es Borchert nicht sinnvoll findet, in der Debatte emotional zu werden und wie seine Frau damals Demonstrationen vor ihrem Wohnhaus aufgelöst hat, das hören Sie in der neuen Folge des Podcasts „Die Wegweiser“.

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