Traktoren auf einer Demo vor dem Brandenburger Tor

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Christel Grommel | am

Landwirte demonstrieren in Berlin

Es fahren wieder Traktoren durch Berlin, die Landwirte demonstrieren. Hintergrund ist das Insektenschutzprogramm, mit dem sich der Bundesrat befasst.

Verschiedene Organisationen hatten zur Demonstration aufgerufen. Die ersten Traktoren waren schon morgens am Hauptbahnhof unterwegs, um 13 Uhr gab es eine Kundgebung.

Mit ihren Traktoren zogen mehrere Hundert Landwirtinnen und Landwirte durch das Regierungsviertel und vor das Brandenburger Tor. Die Polizei sprach am Nachmittag von rund 400 Fahrzeugen. Auf Transparenten hieß es "Ideologie macht nicht satt" und "Bauern werden ruiniert, Essen wird importiert".

"Wir wollen die Landwirtschaft nicht weiter einschränken", sagte ein Sprecher der Organisatoren.

 

Kritische Fragen auf der Kundgebung

Auf der gemeinsamen Kundgebung der Freien Bauern und von Land schafft Verbindung (LsV) stellten sich Bundespolitiker verschiedener Parteien den Fragen der Demonstranten. 

In ihren Forderungen waren sich die Landwirte unterschiedlicher Verbandszugehörigkeit einig. Als größte Probleme stellten die Redner die geplanten Einschränkungen beim Pflanzenschutzmitteleinsatz, die fehlende Einbeziehung der Praxis bei politischen Entscheidungen und die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels heraus.

Die protestierenden Landwirte wiesen im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl auf den großen Vertrauensverlust gegenüber der Union hin. Den Vorwürfen stellte sich der CDU-Abgeordnete Albert Stegemann, der auf die Zielkonflikte mit dem Umweltministerium und die notwendige Kompromissbereitschaft in der Koalition hinwies. Stegemann machte darauf aufmerksam, dass es die Abgeordneten von den Problemen beim Insektenschutzpaket vor der Abstimmung im Bundestag zu überzeugen gelte.

Konstruktive Zusammenarbeit gefordert

Für den Insektenschutz brauche die Gesellschaft die konstruktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, so die ebenfalls teilnehmende Organisation Land schafft Verbindung (LsV). Das angestrebte Insektenschutzgesetz bewirke jedoch genau das Gegenteil. Es beinhalte pauschale Verbote, die dem Insektenschutz nicht dienlich seien.

Man fordere zunächst eine umfangreiche Ursachenforschung, bevor ein dem Insektenschutz nicht dienliches Gesetz verabschiedet werde. Für erfolgreichen Insektenschutz (Artenschutz) sei eine umfangreiche Datenbasis notwendig. 

Mit Material von LsV, dpa, agrarheute

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