Acker in Niedersachsen - Flächenfraß

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Maren Diersing-Espenhorst | am

Landwirtschaftliche Nutzfläche dauerhaft erhalten

In Niedersachsen wurden im Jahr 2019 jeden Tag 5,8 Hektar für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Die Niedersächsische Landjugend (NLJ) fordert eine deutliche Verringerung.

"Zusätzlichen Flächenfraß schnellstmöglich effektiv zu verringern, ist uns ein zentrales Anliegen. Jeder versiegelte Hektar ist einer zu viel", betonte Heiko Philipp, Agrarausschussmitglied der NLJ. Die Politik habe sich zum Ziel gesetzt, die Flächenversiegelung deutlich zu reduzieren. Denn wären in Niedersachsen im Jahr 2019 jeden Tag 5,8 ha für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen worden, für Deutschland liege der durchschnittliche Verbrauch der Jahre 2016 bis 2019 bei 52 ha je Tag.

Nur noch knapp 51% der Fläche für Landwirtschaft

"Inzwischen steht nur noch 50,7 Prozent der Bundesfläche für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung, eine erkennbare Kehrtwende ist nicht in Sicht", kritisierte Henrik Klee vom Agrarausschuss der NLJ. In der "Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie" der Bundesregierung von 2018 ist das Ziel benannt, den Flächenverbrauch bis 2030 auf 30 ha pro Tag in Deutschland zu senken. Die Niedersächsische Landesregierung hat in der "Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen" das Ziel formuliert, den Flächenverbrauch auf 4 ha pro Tag bis 2030 zu senken.

Flächenversiegelung vermeiden

Landwirtschaftliche Nutzflächen dauerhaft aus der Produktion zu nehmen, sieht der Agrarausschuss der NLJ grundsätzlich kritisch und fordert eine deutliche Verringerung. Möglichkeiten, Flächenversieglung zu vermeiden, bieten das Beleben von Ortskernen, Kreislaufwirtschaft mit dem wieder Nutzbarmachen von Industriebrachen und flexiblere gesetzliche Rahmenbedingungen für die Umnutzung von bereits vorhandenen Gebäuden anstelle von Neubauten auf der "grünen Wiese". 

Statt herkömmlicher Kompensation durch die Herausnahme von landwirtschaftlicher Fläche aus der Produktion müssen die ökologische Aufwertung bestehender Ausgleichsflächen und produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen (PIK) stärker in den Fokus rücken, so die Meinung des Agrarausschuss. 

Mit Material von NLJ

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