Ein mit Mais beladener Trecker, Maisernte
Anne-Maria Revermann | am

LsV fürchtet um Familienbetriebe - Proteste angekündigt

Der Strukturbruch in der Landwirtschaft naht, sagt Land schafft Verbindung (LsV) Deutschland - und stellt weitere Forderungen.

Landwirte haben ihre Ernte nun eingefahren. Mit dem verdienten Geld sei aber kein Auskommen möglich, so Land schafft Verbindung (LsV) in einem Schreiben. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen würden Landwirte keine hochwertigen Nahrungsmittel mehr nachhaltig erzeugen können, heißt es hier weiter.

Der Strukturbruch stehe unmittelbar bevor. Zu Lasten von Familienbetrieben. Die Corona-Pandemie, die Afrikanische Schweinepest (ASP) oder die Geflügelgrippe seien in dem Szenario nur Brandbeschleuniger eines Systems, in dem die Ernährungsbranche der Gewinner sei, der die Landwirtschaft abhänge. Damit müsse Schluss sein.

Das fordert der LsV

Land schafft Verbindung (LsV) befürchtet, Familienbetriebe zu verlieren und fordert deshalb (originaler Wortlaut):

  1. Einen Trilog aus allen Berufsvertretungen der Landwirtschaft, den Verarbeitungsketten und dem Lebensmittelhandel. Mit dem Ziel die nachhaltige, regionale Produktion in Deutschland zu sichern und auszubauen. Es wird nur zusammen gehen!
  2. In Deutschland verkaufte Produkte sollen die Produktionsstandards einhalten müssen, welche auch von den deutschen Landwirten gefordert werden.Vorfahrt für deutsche Produkte!
  3. Wir brauchen eine Lösung des Konfliktes Verbraucher Landwirt. Der Verbraucher fordert von Landwirten und Verarbeitern Ware auf höchstem Niveau, entscheidet sich aber an der Ladentheken entgegen dieser Forderungen. Nur mit der Lösung dieses Konfliktes kann eine dauerhafte Versorgung mit sicheren und bezahlbaren Lebensmitteln gewährleistet sein.

Protestaktionen angekündigt - das fordern Bauern

Verschiedene Organisationen, wie Land schafft Verbindung (LsV), Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BdM), AbL und Freie Bauern haben zu bundesweiten Protestaktionen aufgerufen. Am Mittwoch (11. November) wollen sie um 11:11 Uhr vor Molkereien und Schlachthöfen gegen zu niedrige Preise demonstrieren. 

Die Landwirte fordern:

  • 15 Cent mehr pro Liter Milch
  • 1 Euro mehr für ein Kilogramm Rindfleisch.
  • mindestens 50 Cent mehr pro Kilogramm Schweinefleisch
  • mindestens 20 Cent mehr pro Kilogramm Geflügelfeisch.
Mit Material von LsV, MEG, dpa
Altes Rathaus Osnabrück.JPG
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