Angela Merkel am Rednerpult
Christel Grommel | am

Merkel will Klimaschutz nicht vernachlässigen

Kanzlerin Angela Merkel hat dazu aufgerufen, beim wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie dem Klimaschutz einen festen Stellenwert einzuräumen. Sie befürwortet die Anhebung des EU-Klimaschutzziels bis 2030.

Die derzeitige Trockenheit zeigt es deutlich: Der Klimaschutz ist wichtig. 

Das sieht auch Angela Merkel so, die den Klimaschutz über der Corona-Problematik nicht vergessen will. Im Petersberger Klimadialog sagte sie: "Es wird jetzt eine schwierige Verteilungsdiskussion geben, wenn wir die wirtschaftlichen Schäden, die die Corona-Pandemie in unseren jeweiligen Haushalten mit sich gebracht hat, anschauen.'"

"Umso wichtiger wird es sein, wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, immer den Klimaschutz ganz fest im Blick zu haben und deutlich zu machen, dass wir nicht etwa am Klimaschutz sparen, sondern dass wir in zukunftsfähige Technologien investieren."

Dabei wolle sie "auch unsere internationalen Verpflichtungen weiter stark nach vorne bringen, weil das essenziell dafür ist, dass wir einen globalen Erfolg im Klimaschutz haben." Damit bezog sie auch Position zu den Klimaschutzzielen der EU-Kommission. 

Klimaschutzziele anheben

Sie begrüße Vorschläge der EU-Kommission, eine Treibhausgas-Minderung von 50 bis 55 Prozent im Vergleich zu 1990 anzustreben.

Merkel befürwortete den Vorschlag der EU für ein ehrgeizigeres Zwischenziel. Dafür brauche es ein "umfassendes Maßnahmenpaket" mit Investitionen in klimafreundliche Infrastrukturen und auch eine "angemessene CO2-Bepreisung". Merkel sagte, trotz Corona-Krise bleibe die Aufgabe bestehen, "mit Ernsthaftigkeit und Leidenschaft" das Pariser Abkommen zum Klimaschutzabkommen umzusetzen.

Das derzeitige Klimapaket Deutschlands ist am 55-Prozent-Ziel ausgerichtet. Unter Umständen könnte die Anhebung des EU-Klimaziels auch für Deutschland eine Anhebung bedeuten - für die einzelnen Mitgliedsstaaten ist das eine Verhandlungssache.

Rukwied: Klimawandel trotz Corona eindämmen

Auch DBV-Präsident Rukwied hob die Wichtigkeit des Klimaschutzes hervor: "Der Klimawandel bleibt auch während der Corona-Krise ein Topthema. Wir dürfen in unseren Bemühungen, diesen einzudämmen, jetzt nicht nachlassen. Die derzeitige Trockenheit verdeutlicht nochmals, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen der Menschheit und die Landwirtschaft davon besonders betroffen ist."

Dabei betonte er auch, dass die Landwirtschaft für die Versorgungssicherheit unverzichtbar sei und sich die Landwirte ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur bewusst seien: "Wir Bauern sind uns unserer Verantwortung für die Umwelt und die Versorgung der Bevölkerung bewusst, beides werden wir auch in Zukunft leisten.“

Vielen Menschen würde erst in diesen Wochen wieder bewusst, welch wichtige Rolle die heimische Landwirtschaft spiele. 

Mit Material von dpa und DBV

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