Workshop: Umwelt und Landwirtschaft
Madeline Düwert | am

Ministerin redet mit Verbänden über Naturschutz und Landwirtschaft

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium luden Agrar- und Umweltverbände zur Diskussion ein: Wie können Umweltschutz und Landwirtschaft zusammen funktionieren?

Diskussion zur "Grünen Architektur" der GAP

Vergangene Woche diskutierten rund 15 Verbände und Organisationen aus dem Landwirtschafts- und Umweltbereich über Lösungsansätze für die zahlreichen Konflikte zwischen Agrarwirtschaft und Naturschutz.

„Bei der gemeinsamen Agrarpolitik darf es kein ,Weiter so‘ geben. Das Niveau bei Umwelt- und Klimaleistungen muss ansteigen“, mahnte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast, „gleichzeitig müssen wir die Landwirte mitnehmen, denn Umwelt- und Naturschutz gehen nur zusammen." Wenn Landwirte mehr Umweltleistungen erbringen, müssen diese auch dafür honoriert werden, sagte die Ministerin.

Miteinander, nicht übereinander reden

Landwirte stehen vor großen Herausforderungen, sagte Frank Doods, Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministerium. Sie müssen nicht nur im globalen Wettbewerb bestehen, sondern stehen auch noch den unterschiedlichen Wünschen der Menschen gegenüber. Vor allem die Umwelt solle geschont und die biologische Vielfalt erhalten werden. "Wir setzen uns dafür ein, dass dieser Balanceakt gelingt – ohne, dass Landwirte um ihre Existenz bangen müssen“, sagte Doods. „Daher mein Appell an alle Beteiligten: Lassen Sie uns miteinander und nicht übereinander reden.“

Die Diskussionsrunde wurde gemeinsam vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und Niedersächsischen Umweltministerium veranstaltet.  

Hintergrund

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU steht erneut vor einer Reform. Im Jahr 2021 beginnt eine neue Förderperiode, daher beraten die zuständigen Gremien auf Ebene der EU, auf Bundes- und auf Landesebene bereits jetzt darüber, wie die Fördermittel in diesem Zeitraum eingesetzt werden sollen.

Neu ist, dass den Mitgliedstaaten ein deutlich erweiterter Gestaltungsspielraum zur Verfügung steht. Bisher hat Niedersachsen jährlich mehr als 900 Millionen Euro Fördermittel aus der GAP erhalten. Es zeichnet sich bereits ab, dass in der neuen Förderperiode weniger Mittel zu Verfügung stehen werden.

Mit Material von ML

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