Eine Reiher Traktoren am Straßenrand mit Potrest-Schildern.
Anne-Maria Revermann | am

Nächste Bauerndemo am 26.11.19 in Berlin

Dienstag will die Initiative "Land schafft Verbindung Deutschland" mit 10.000 Teilnehmern und 5.000 Traktoren in Berlin demonstrieren. Julia Klöckner hat ihre Teilnahme zugesagt. Auch bei der kommenden Demo in Berlin wollen die Bauern auf ihre Anliegen hinweisen.

Landwirte wollen erneut protestieren. Am 26. November 2019 geht es nach Berlin. Aufgerufen zur Demonstration hat die Initiative „Land schafft Verbindung Deutschland“. Die Veranstalter erwarten zu ihrem Protest etwa 10.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland und 5.000 Traktoren. Nach Angaben der Polizei wollen die Landwirte auf vier Routen in die Stadt fahren.

Auch bei der kommenden Demo in Berlin wollen die Bauern auf ihre Anliegen hinweisen: Sie fordern Verhandlungsgespräche mit Landwirten, den beiden Bundesministerinnen für Landwirtschaft und Umwelt, Julia Klöckner und Svenja Schulze sowie den führenden und verantwortlichen NGO’s.

Kundgebung mit Stern- und Staffelfahrt
Berlin – Brandenburger Tor
Dienstag, 26. November 12:00 bis 15:00 Uhr

Deshalb gehen Landwirte auf die Straße:

In der Pressemitteilung von "Land schafft Verbindung" zur Demo am 26.11.2019 in Berlin heißt es:

"Wir Landwirte denken in Generationen, nicht in Kampagnen! Wir stehen für Insekten- und Naturschutz, für sauberes Grundwasser und gesunde Lebensmittel. Wir betreiben klimaschonende Landwirtschaft. Wir deutschen Bauern produzieren zu den weltweit höchsten Standards und wir verwehren uns ausdrücklich gegen das negative Bild der Landwirtschaft, das immer wieder in der Öffentlichkeit gezeichnet wird.

Das von den Ministerinnen Klöckner und Schulze präsentierte „Agrarpaket“ wurde überstürzt mit heißer Nadel gestrickt. Es gefährdet nicht nur unsere landwirtschaftlichen Betriebe, sondern ist auch eine Gefahr für die regionale Lebensmittelproduktion und für den Erhalt der ländlichen Räume. Das möchten wir verhindern und deshalb gehen wir auf die Straße und fordern einen Dialog zu folgenden Punkten:

  • Das Aussetzen des Agrarpakets und ergebnisoffene Neuverhandlungen.
  • Einheitliche Richtlinien für die Landwirtschaft in der gesamten EU. Keine deutschen Alleingänge.
  • Die neutrale Erforschung des Insektenrückgangs – trotz oder WEGEN immer stärkerer Auflagen? Welchen Anteil haben z.B. LEDs, Mobilfunkanlagen, Windräder, Flächenversiegelung daran?
  • Die unabhängige Überprüfung der Nitrat-Messstellen sowie die Anzahl der Messpunkte auf eineneuropaweiten Standard auszuweiten, den Anteil an beispielsweise kommunalen und industriellen Nitrateinträgen ins Grundwasser zu ermitteln und ebenfalls zu berücksichtigen.
  • Importierte Waren, die nicht dem EU-Standard entsprechen, als solche zu kennzeichnen. Ebenso die Herkunftskennzeichnung bei Rohwaren und verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Bei politischen Entscheidungen zu Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahmen, den Erhalt der regionalen Lebensmittelproduktion in den Vordergrund zu stellen und zu stärken.
  • Anstatt neue Tierwohllabel zu entwickeln, die bestehenden zu fördern und weiterzuentwickeln.
  • Dass gesellschaftliche Wünsche wie z.B. mehr Tierwohl, extensivere Bewirtschaftung (und damit geringerer Ertrag und Gewinn), die Ausbreitung der Wölfe und Umweltmaßnahmen finanziell von der Gesellschaft getragen werden.
  • Die Bürokratie und Dokumentationspflicht zu vereinfachen."

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