: :
Amos Venema, Milchviehhalter aus dem Landkreis Leer | am

Die neue GAP: Die Landwirtschaft muss sich auf harte Zeiten einstellen

Wer kennt sie nicht – die Lippenbekenntnisse, wenn es um die Unterstützung des ländlichen Raums geht. Die Wahlkämpfer überboten sich in ihren Vorschlägen, um die Lebensqualität auf dem Land zu verbessern.

Doch, dass Wunsch und Wirklichkeit in der Politik zwei Paar Schuhe sind, wissen wir spätestens seit Adenauer, der den Satz prägte: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?" Bei all den wenig transparenten Verhandlungen zur und um die GAP wird eines immer deutlicher: Die Landwirtschaft muss sich auf harte Zeiten einstellen. Die Betriebe sollen mehr leisten für weniger Geld aus Brüssel und Berlin.

Grünlandbetriebe in Schutzgebieten

Der mainstreamorientierte, durch die Politik propagierte Idealismus wird die Betriebe aber sicher nicht dazu beflügeln, ihre über Generationen gelebte selbstverständliche Nachhaltigkeit grundlegend zu ändern. Verluste von über 150 Euro pro Hektar sind Grund genug für jeden Unternehmer, an der Sinnhaftigkeit der GAP zu zweifeln. Besonders Grünlandbetriebe in Schutzgebieten brauchen sich eigentlich gar nicht mehr die Mühe zu machen, die GAP Anträge auszufüllen – so werden die großen Verlierer der GAP eventuell zu den großen Gewinnern. Die Frage ist nur, wie hoch der Preis für die Freiheit ohne Agrarbürokratie und Betriebskontrollen ist. Sind die Betriebe ohne Förderung überhaupt in der Lage, zu überleben?

Systemwandel für die landwirtschaftlichen Betriebe

So heftig dieser Systemwandel für die landwirtschaftlichen Betriebe wird, so hart wird es auch strukturschwache Regionen wie Ostfriesland treffen, mit Verlusten von 30 Millionen Euro pro Jahr an bitter benötigter Wertschöpfung. Dieser Strukturbruch in der Förderung wird unser Leben und das Landschaftsbild nachhaltig verändern. Diese GAP hat nichts mit einer gezielten Förderung des ländlichen Raumes zu tun. Sie lässt die Menschen auf dem Land respektlos zurück, fördert die Landflucht der Arbeitssuchenden und verschlechtert so Lebensqualität und Chancengleichheit entgegen den Vorgaben des Grundgesetzes. Das Land und insbesondere das Grünland wird zur staatlich geförderten "Naturoase", um die florierenden Zentren weiter boomen zu lassen.

Inhalte der Ausgabe

  • In fünf Schritten zum Ökolandbau - eine Praxisanleitung
  • Sonnenblumenanbau: Tierfutter, Insektenrettung und ein schöner Anblick
  • Wie war es auf der Maschinenvorführung in Hausstette?
  • Lampen aus Kürbissen - Ein Besuch in der Kalebassenmanufaktur

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • In fünf Schritten zum Ökolandbau - eine Praxisanleitung
  • Sonnenblumenanbau: Tierfutter, Insektenrettung und ein schöner Anblick
  • Wie war es auf der Maschinenvorführung in Hausstette?
  • Lampen aus Kürbissen - Ein Besuch in der Kalebassenmanufaktur

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen