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Meinung | Madeline Düwert | am

Auf das neue Jahr: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Besonders – ja, so könnte man das vergangene Jahr beschreiben. Es war nervenaufreibend, beängstigend, oft einsam und manchmal traurig. Jedenfalls ging noch nie ein Jahr mit einer solchen knallharten Stille vorbei, wie das Corona-Jahr 2020.

Weihnachten war doch irgendwie anders als sonst, reduzierter eben. Aber ich sehe auch das Gute daran: Die Stille ließ den einen oder anderen vielleicht einiges finden. Sich selbst zum Beispiel. Und das, was man für wirklich wichtig hält im Leben: Gesundheit, Familie und Freunde. Darunter vielleicht auch ganz alte, mit denen man schon ewig keinen Kontakt mehr hatte, die jetzt aber plötzlich wieder ganz nah sind. Videokonferenzen sei Dank. 2021 wird das werden, was wir daraus machen. Es liegt bei uns.

Das lässt hoffen

Und das lässt mich hoffen. An die schon fast verloren geglaubte Zwischenmenschlichkeit, aber auch an ein Licht am Ende des Pandemie-Wahnsinns. Ich finde, wir meistern das ganz gut. Licht und Hoffnung geben seit Kurzem ja auch Landwirte: Mit ihren bunt geschmückten, leuchtenden Treckern bringen sie auf ihren Lichterfahrten nicht nur Kinderaugen zum Strahlen. Und das einfach, weil sie es können. Sie erwarten keine Gegenleistung. Das ist ja das Schöne daran: Landwirte sind Macher, keine Träumer. Hut ab!

Hoffnung auf ein besseres Jahr

Das lässt mich hoffen. Darauf, dass das neue Jahr einfach viel besser wird. Denn Landwirte haben schon immer alles geschafft, was sie sich vorgenommen hatten. Sie machen Druck, wenn es darum geht, Aldi und Co. klar zu machen, dass sie sich die niedrigen Preise nicht gefallen lassen. Durch die Blockaden der Zentrallager bewegen sich die Lebensmittelriesen endlich, sie straucheln. Auch in der Digitalisierung macht den Landwirten so schnell keiner was vor: Das, was auf der Straße noch Utopie ist, fährt schon längst über die Äcker. Und wenn die Kuh im Stall mit dem Ohr wackelt, registrieren das feinste Sensoren und melden ihr Wohlergehen an den Landwirt. Eine Selbstverständlichkeit.

Denn Landwirte kümmern sich

Und Landwirte kümmern sich selbst um die Kleinsten hervorragend – hat doch die Bundesregierung kürzlich eingeräumt, dass sich Landwirte verdammt gut mit Insekten auskennen. Wer hätte das gedacht. Und noch was: Landwirte sind die Grundlage der Gesellschaft, denn sie versorgen alle Menschen mit guten Lebensmitteln. Corona hat das überdeutlich gemacht. Sie sind praktisch der unerschütterliche Urquell der Bevölkerung. In jeder Hinsicht.

Ein Silberstreif

Und noch etwas lässt mich hoffen: Inzwischen haben die Impfungen gegen das Virus begonnen. Sie sind der Silberstreif am Horizont, der Anfang vom Ende der Isolation. Deshalb freue ich mich auf das neue Jahr. Also kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Das neue Jahr bietet viel Potenzial nach oben – gesundheitlich, ökonomisch, aber auch menschlich und landwirtschaftlich.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, hat Hermann Hesse mal gesagt. Und er hat recht.

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