Güllebehälter mit Separationsanlage
Anne-Maria Revermann | am

Niedersachsen: 12 Millionen Euro für verbesserten Nährstoffeinsatz

Düngemittel: Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium fördert in Niedersachsen Investitionen zur Verbesserung des Nährstoffeinsatzes und hält dafür 12 Millionen Euro bereit.

Die Landesregierung in Niedersachsen stellt für dieses Jahr 12 Millionen Euro bereit, mit denen Vorhaben unterstützt werden, die Nährstoffausträge aus Düngemitteln reduzieren.

Das Ziel ist, die Emissionen aus der Lagerung und dem Einsatz organischer und mineralischer Düngemittel zu vermeiden. Auch durch die Nutzung smarter Landtechnik sowie durch die Stärkung der Fachkompetenzen der Landwirte im Bereich des Nährstoffmanagements sollen eine ökologisch nachhaltigere Landwirtschaft bewirken und so einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.

Das wird gefördert

Der größte Teil der Mittel steht für die Förderung verschiedener Investitionen zur Verfügung. Gefördert wird die Beschaffung bzw. Errichtung folgender Gegenstände:

  • Zusätzliche Wirtschaftsdüngerlagerkapazitäten: Förderfähig sind separate Baukörper zur Lagerung von Gülle, Jauche oder Festmist, soweit die Kapazitäten nicht bereits gesetzlich vorgeschrieben sind. Eine feste Abdeckung oder ein Zeltdach wird vorgeschrieben.

  • Abdeckungen für bestehende Güllebehälter oder Mistplatten (festes Dach oder Zeltdach),

  • Gülleaufbereitungsanlagen (für alle Arten der Aufbereitung),

  • Digitale Landtechnik (Nahinfrarot-Sensoren (NIRS),Technik zur Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern während der Ausbringung, Stickstoff-Sensoren, Pneumatische Düngerstreuer oder Scheibenstreuer für die Mineraldüngung mit GPS-gestützten Teilbreitenschaltungen, der Möglichkeit der GPS- oder sensorgestützten teilflächenspezifischen Variation der Streumengen bzw. sensorgestützten Einrichtungen zur Verbesserung der Quer- oder Längsverteilung).

 

Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • Die Zuwendung wird landwirtschaftlichen Unternehmen mit Sitz in Niedersachsen gewährt; gewerbliche Unternehmen wie Lohnunternehmen oder Biogasanlagen sind ausgeschlossen.
  • Betriebe mit mehr als 3,0 Großvieheinheiten je Hektar (GV/ha) werden nicht gefördert.
  • Die Förderung erfolgt als Zuschuss in Höhe von 35 Prozent.
  • Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 Euro netto. Maximal förderfähig ist ein Investitionsvolumen von 200.000 Euro.
  • Liegt das Einkommen über 180.000 Euro (bzw. 150.000 Euro bei Ledigen), wird die Förderung nicht gewährt (Prosperitätsgrenze).

Anträge voraussichtlich im September zu stellen

Sobald die Richtlinie veröffentlicht werden kann, wird die Antragsfrist kurzfristig anberaumt. Voraussichtlich ist dies im September der Fall. Die genaue Antragsfrist und die detaillierten Förderbedingungen sind dann auf der Homepage der Bewilligungsbehörde Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu finden. Bei genehmigungspflichtigen Vorhaben ist dem Antrag die Baugenehmigung beizufügen.

Die Bewilligung erfolgt noch in diesem Jahr, die Auszahlung dann nach Beschaffung bzw. Baufertigstellung im Jahr 2021.

Neben der Förderung dieser Investitionen sollen aus den 12 Millionen Euro auch Beratungsangebote zur Nährstoffoptimierung des Ackerbaus gestärkt werden.

 

 

Mit Material von ML

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