Ein Hund in einem Zwinger, Tierheim
Anne-Maria Revermann | am

Niedersachsens Landwirtschaftsministerium unterstützt Tierheime

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium stellt 485.000 Euro für in Not geratene Tierheime bereit.

Aufgrund der Corona-Pandemie stehen auch Tierheime vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen und müssen Einkommenseinbußen hinnehmen. Denn Veranstaltungen mit Publikumsverkehr wie Sommerfeste oder Tage der offenen Tür fallen aus. Zudem hatten Tierheime, die von gemeinnützigen Vereinen unter ehrenamtlichen Einsatz unterhalten werden, bis jetzt keine Möglichkeit, Billigkeitsleistungen aus den Corona-Hilfen des Bundes zu beantragen.

Um Einkommenslücken abzumildern, stellt das niedersächsische Landwirtschaftsministerium nun 485.000 Euro für in Not geratene Tierheime und tierheimähnlichen Einrichtungen bereit, um diese zu unterstützen und insbesondere die Versorgung der Tiere sicherzustellen.

Ab sofort Beantragung möglich

Die Billigkeitsleistungen können ab sofort beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) beantragt werden. Der ausgefüllte Antrag muss bis zum 31. Oktober 2020 im Ministerium vorliegen.

Die Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen, Michaela Dämmrich, empfiehlt den Tierheimleitungen, einen entsprechenden Antrag abzugeben. „Der Antrag ist einfach zu stellen: Auf dem Formular sind die Einnahmen der Einrichtung des Jahres 2019 mit denen aus 2020 gegenüber zu stellen und die Differenz zu benennen", erläutert Dämmrich.

Das Land übernimmt bei erfolgter Bewilligung maximal 80 Prozent dieser Summe. Nachweise bzw. unvollständige Angaben im Antrag können bei Bedarf auch nach Fristende nachgereicht werden. Die Unterstützung muss nicht zurückgezahlt werden.

Das müssen Tierheime erfüllen

Berechtigt für die Antragsstellung sind Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen, die

  • ihren Sitz in Niedersachsen haben,
  • gemeinnützig und von der Körperschaftssteuer befreit sind sowie
  • eine gültige Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz haben.

Von der Unterstützung ausgenommen sind Tierheime der Trägerschaft des Bundes, des Landes oder der Kommunen und solche, die bereits vom Land finanziell gefördert werden.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Tierheime tragen maßgeblich und mit großem Engagement zum Tierschutz in Niedersachsen bei. Sie kommen damit einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe nach. Mit unserem Förderprogramm möchten wir den Einrichtungen helfen, durch die aktuell schwierige Situation zu kommen."

Alle Unterlagen für die Antragstellung sind auf der Internetseite des ML unter www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/tiergesundheit_tierschutz/tierschutz_allgemein/ zu finden.

Inhalte der Ausgabe

  • Thema der Woche: Verein LAND.SCHAFFT.WERTE - Einblick in die vielfältige Arbeit
  • Agrarpolitik: Amtswechsel beim Landvolk
  • Pflanzenbau: Neubewertung der Roten Gebiete

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Mehrleser-Funktion

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Audio und Video

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ 3 Endgeräte
✓ Merkliste
✓ Audio und Video
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Thema der Woche: Verein LAND.SCHAFFT.WERTE - Einblick in die vielfältige Arbeit
  • Agrarpolitik: Amtswechsel beim Landvolk
  • Pflanzenbau: Neubewertung der Roten Gebiete

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen