Präsentation Ackerbaustrategie
Christel Grommel | am

Otte-Kinast präsentiert Ackerbau- und Grünlandstrategie

Das erste Mal gibt es jetzt eine Niedersächsische Ackerbau- und Grünlandstrategie. Barbara Otte-Kinast präsentiert diese heute aus dem mobilen Schulungszentrum des PraxisLabors Digitaler Ackerbau.

In sechs Arbeitsgruppen wurden Lösungen erarbeitet, die eine vielfältige, wirtschaftliche und ökologisch angepasste sowie nachhaltige Acker- und Grünlandnutzung ermöglichen und die gesellschaftlichen Anforderungen erfüllt.

Niedersachsen wird zudem ein neues Ackerbauzentrum im Raum Braunschweig/Helmstedt einrichten. Das Zentrum soll noch in der ersten Jahreshälfte an den Start gehen. Aufgaben sind die Wissensvermittlung zwischen Wissenschaft, Praxis, Politik und Gesellschaft. 

Live-Präsentation

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast wird das Ergebnis gemeinsam mit den Sprechern der Arbeitsgruppen live via YouTube präsentieren. Dabei geht das Ministerium völlig neue Wege: Die Übertragung der Veranstaltung erfolgt direkt aus dem mobilen Schulungszentrum des PraxisLabors Digitaler Ackerbau.

Hier können Sie die Präsentation verfolgen. 

Das sind Elemente der Strategie

Die Ackerbaustrategie umfasst die Bereiche:

  • Boden und Anforderungen an die Bodennutzung
  • Fruchtfolgen und ihre Ausgestaltung
  • Beregnung und deren effiziente Nutzung
  • Düngung und deren Anpassung
  • Integrierter Pflanzenschutz und dessen Umsetzung sowie Alternativen zur Reduktion chemischen Pflanzenschutzes
  • Pflanzenzüchtung und neue stresstolerante Sorten
  • Digitalisierung
  • Biodiversität und Klimaschutz, Klimaanpassung
  • Ökonomie: wirtschaftlicher Erfolg der Ackerbaubetriebe
  • Grünland und Ökonomie, Weidehaltung

Die detaillierte Präsentation kann auf der Webseite des Landwirtschaftsministeriums eingesehen werden. 

"Mit der Praxis für die Praxis"

"Die Digitalisierung ist kein Fremdwort für die Landwirtschaft. Im Gegenteil: Mit diesem Truck wollen wir bald in die Fläche tragen, wie die Zukunft des Ackerbaus und der Grünlandbewirtschaftung aussehen kann", betonte Ministerin Barbara Otte-Kinast. Es gehe ihr dabei nicht nur um Ertragssicherung, Ressourcenschonung, Biodiversität und Nachhaltigkeit. "Ebenso wichtig ist der Dialog mit der Gesellschaft. Wir müssen erklären, was wir tun – auf dem Acker ebenso wie in der Tierhaltung. Und am Ende führt steigende Wertschätzung auch zu mehr Wertschöpfung auf den Höfen."

Die Wissensvermittlung zwischen Wissenschaft, Praxis, Politik und Gesellschaft gehört künftig zu den Aufgaben eines neuen Ackerbauzentrums. Die Landwirtschaftsministerin gab bekannt, dass das Zentrum noch in der ersten Jahreshälfte im Raum Braunschweig/Helmstedt mit finanzieller Unterstützung des Landkreises Helmstedt an den Start geht.

Die Ackerbau- und Grünlandstrategie sei eingebettet in die Ackerbaustrategie des Bundes, die aktuelle Gesetzgebung und die vielfältigen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität im Rahmen des "Niedersächsischen Weges" und den künftigen Anforderungen des Klimaschutzes, so Otte-Kinast. Die Strategie solle Orientierung geben, um die steigenden Anforderungen der Gesellschaft an Landwirte mit der Praxis in Einklang zu bringen. 

NABU sieht Verbesserungspotenzial

Der Naturschutzbund (NABU) sieht gute Ansätze in der Strategie, brachte aber auch Kritik zum Ausdruck.

Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen kommentierte: "Es fehlen ambitionierte Ansätze, um die heutige Landbewirtschaftung naturverträglicher zu gestalten. So müssen beispielsweise die Nährstoffe primär nicht im Land verteilt werden, sondern besser auf Betriebsebene Nährstoffkreisläufe entstehen. Es fehlen in der Strategie über die Ansätze des Niedersächsischen Weges hinaus konkrete Antworten, wie unsere Äcker und Wiesen wieder zu vielgestaltigen Lebensräumen werden."

Mit Material von ML, NABU
Schulungszentrum_Ehrecke-23.jpg
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