Fischkutter im Hafen
Christel Grommel | am

Otte-Kinast will Fischereibetrieben helfen

Barbara Otte-Kinast zeigt großes Verständnis für die Sorgen der Fischereibetriebe in Niedersachsen. Sie kündigte Unterstützung an.

In einer Pressemeldung äußerte sich die Fischereiministerin: "Ich habe großes Verständnis für die Sorgen der Fischer. Es ist mir wichtig, die Küstenfischerei in Niedersachsen zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um gesunde Lebensmittel und ein touristisches Highlight. Eine Nordseeküste ohne Fisch- und Krabbenkutter ist undenkbar."

Die Ministerin kündigte Gespräche mit Fachministern aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an. Mit ihnen zusammen will sie eine gemeinsame Position gegenüber dem Bund erarbeiten. Der Bund habe angekündigt, nach Abstimmung mit den Küstenländern gegebenenfalls die Hilfen zu verlängern und Anpassungen vorzunehmen.

Otte-Kinast diskutierte am Donnerstag (4. Juni) mit dem Vorsitzenden des Landesfischereiverbandes Weser-Ems die Situation der kleinen Hochsee- und Küstenfischerei während der Corona-Pandemie. An dem Gespräch nahmen auch Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) sowie Kammerpräsident Schwetje und Kammerdirektor Harms teil.

Hilfen von der EU

Die EU hat ihren Mitgliedstaaten die Möglichkeit eröffnet, in der Corona-Krise auch Fischereibetrieben Überbrückungsbeihilfen zu gewähren, wenn Fischereifahrzeuge aufgrund von Covid-19 befristet stillgelegt wurden. Die Zuständigkeit für dieses Thema und die Festlegung der Höhe der Hilfszahlungen für Deutschland liegt beim Bund.

Die EU-Kommission schlug zudem mehr Geld für Landwirte und Fischer vor. Sie sollen stärker vom EU-Haushalt profitieren als bislang vorgesehen. Damit sollen vor allem die Folgen der Corona-Krise bekämpft werden.

Im Vergleich zu Plänen von 2018 sehen die Vorschläge für die Landwirtschaft in den kommenden sieben Jahren ein Plus von rund 24 Milliarden Euro vor.

Der Fischerei sollen der EU-Kommission zufolge in den kommenden sieben Jahren zusätzlich 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Dies wäre ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorschlag von 2018. Auch hier soll das Geld zur Bewältigung der Corona-Krise genutzt werden, außerdem für eine nachhaltige Fischerei-Politik.

Mit Material von ML
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