Reifen auf der Straße

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Anne-Maria Revermann | am

Reifen aus Löwenzahn: Regierung setzt auf nachwachsende Rohstoffe

Die Bundesregierung will die Erforschung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen fördern.

Immer mehr Produkte sollen nachhaltig produziert werden. Die Bundesregierung will deshalb die sogenannte Bioökonomie stärker fördern und in dem Bereich auch mehr in die Forschung investieren. Konkret geht es hierbei um die verstärkte Erforschung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe, um fossile Rohstoffe wie Erdöl zu ersetzen. Zudem steht die Sicherstellung der Ernährung vor dem Hintergrund von Klimawandel und Bevölkerungswachstum im Fokus.

In den kommenden vier Jahren werden dafür 3,6 Milliarden Euro in die Förderung der veranschlagt. Das gaben Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch, 15. Januar, in Berlin bekannt. Zuvor hatte das Bundeskabinett eine sogenannte Bioökonomiestrategie beschlossen.

Kulturpflanzen, Insekten und Pilze

In den nächsten Jahren müsse man aber bei der Nutzung natürlicher Rohstoffen für noch viel mehr Produkte vorankommen. Biobasierte Materialien stehen den Eigenschaften erdölbasierter Kunststoffe in kaum noch etwas nach. Schon heute lassen sich Autoreifen aus Löwenzahn oder Turnschuhe aus Spinnenseide herstellen, so Anja Karliczek und Julia Klöckner.

In der Bioökonomie-Strategie nimmt sich die Bundesregierung zudem vor, "ihre Aktivitäten im Bereich der Züchtung standort- und klimaangepasster, (...) resistenter beziehungsweise toleranter Pflanzensorten" auszubauen. "Auf unseren Äckern wächst, was wir sonst importieren müssten", sagt Julia Klöckner. Sie fügte aber hinzu, die Hauptaufgabe bleibe die Erzeugung von Nahrungsmitteln.

Neben Kulturpflanzen sind aber auch Insekten, Pilzen, Mikroorganismen und aquatischen Lebensformen wie Algen bedeutend in der modernen Bioökonomie, heißt es weiter.

Geplant ist außerdem die Einrichtung eines Expertengremiums, dass Empfehlungen und Stellungnahmen für die Bundesregierung im Bereicht der Bioökonomie erarbeiten soll.
 

Mit Material von dpa

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