Wladimir Putin in einem Weizenfeld (Archivbild): Ein russischer Regierungsvertreter geht davon aus, dass sich durch die Annexion von Teilen der Ukraine die Getreideernte Russlands um mindestens 5 Millionen Tonnen Getreide vergrößern wird.

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Redaktion agrarheute | am

Russland annektiert ukrainische Getreideernte

Nach der Annexion ukrainischer Gebiete erwartet Moskau eine höhere Getreideernte. Der russische Landwirtschaftsminister Dimitri Patruschew erwartet mindestens fünf Millionen Tonnen Getreide zusätzlich.

Die als völkerrechtswidrig eingestufte Annexion von Teilen der Ukraine durch Russland führt dazu, dass sich die russische Ernte um mehr als 5 Millionen Tonnen Getreide vergrößern könnte. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa) unter Berufung auf die russische Presseagentur TASS. Russlands Landwirtschaftsminister Dimitri Patruschew sagte TASS wörtlich: „Unter Berücksichtigung des dortigen Ackerlandes denke ich, dass Russland mindestens fünf Millionen Tonnen Getreide zusätzlich bunkern würde. Das dürfte auch bei anderen Kulturen der Fall sein.“ Der Minister ergänzte, dass einige Erzeugnisse bereits aus den „zusammengeführten Gebieten“ geliefert würden, und entsprechende Lieferketten aufgebaut worden seien.

Russland erwartet Rekord-Getreideernte

Patruschew geht in diesem Jahr von einer Rekord-Getreideernte aus. Er rechnet in diesem Jahr mit 150 Millionen Tonnen Getreide, davon 100 Millionen Tonnen Weizen. Russland gilt, wie auch die Ukraine, als einer der wichtigsten Exporteure weltweit. Das von russischen Truppen angegriffene Nachbarland beschuldigt Moskau wiederholt, Getreide aus den besetzten Gebieten in der Ost- und Südukraine gestohlen zu haben. Internationale Medienberichte über den russischen Getreideschmuggel aus der Ukraine verdichten sich in letzter Zeit.

Wie viel Getreide exportiert Russland?

Nach früheren Angaben wollte Russland in der zweiten Jahreshälfte bis zu 30 Millionen Tonnen Getreide für ausländische Märkte liefern. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnte bereits im März vor einer Hungerkatastrophe und Flüchtlingskrise, aufgrund der reduzierten Getreideexporte der Ukraine. Die G7-Staaten hatten Ende Juni über das Vorgehen gegen eine mögliche Hungerkrise beraten. Ein von der Türkei vermitteltes Abkommen zum Getreideexport über das Schwarze Meer hat vorläufig zu einer Entspannung der Lage beigetragen.

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