Robert Habeck
Anne-Maria Revermann | am

Schlachthöfe: Grüne fordern Ende der Werkverträge

Corona-Infektionen in Schlachthöfen: Die Grünen fordern schärfere Kontrollen und ein Ende der Werkverträge. Es fehle zudem seit Jahren an Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Aufgrund der zunehmenden Corona-Infektionen in Schlachthöfen wollen die Grünen schärfere Kontrollen sowie ein Ende der Werkverträge über Subunternehmer durchsetzen, so Parteichef Robert Habeck am Montag (11. März).

Werkverträge in der Fleischindustrie müssten laut Habeck überwunden und verboten werden. Bis zu 90 Prozent der Kernbelegschaft seien über Werkverträge beschäftigt.

Die Grünen kritisieren außerdem den mangelnden Gesundheits- und Arbeitsschutz von Schlachthof-Mitarbeitern.

Systematische Kontrollen nötig

Schutzmaßnahmen, Test-Kapazitäten und eine angemessene Unterbringung der Schlachthof-Mitarbeiter wären nicht der Standard, sagt Habeck weiter. Die Gesundheitsämter müssten jetzt systematisch kontrollieren, wie es um die hygienischen Verhältnisse und die Unterbringung der Arbeiter gestellt sei.

Werk- und Saisonarbeiter wären oftmals in schlechten Unterkünften untergebracht, lebten auf engstem Raum und könnten gar keinen Abstand halten, pflichtete die Parlamentarische Geschäftsführern, Britta Haßelmann, ihm bei. Es fehle an Arbeits- und Gesundheitsschutz. Das sei seit Jahren bekannt.

Im Bundestag thematisiert

Außerdem sollen künftig die Betriebsräte der fleischverarbeitenden Unternehmen auch für diejenigen Arbeiter sprechen, die nicht fest angestellt seien, fordert Habeck weiter. Die Grünen wollen das Thema auch im Bundestag auf die Tagesordnung setzen.

Sie beantragten am Montag eine sogenannte Aktuelle Stunde zu Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie für diese Woche. Nähere Infos dazu stehen zum Zeitpunkt noch aus.

Mit Material von dpa

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