Acker und Agrarlandschaft
Christel Grommel | am

Schulte to Brinke: Flächenstilllegungen vermeiden

Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke blickt mit Sorge auf die erzielte Einigung im EU-Agrarrat.

"Derzeit werden die Weichen gestellt für den Zeitraum von 2021 bis 2027. Es folgen noch die Trilog-Verhandlungen zwischen Parlament, Kommission und Agrarrat. Für uns Landwirte in Niedersachsen ist entscheidend, dass wir auf unseren Feldern die Umweltanforderungen unserer Gesellschaft erfüllen und gleichzeitig Lebens- und Futtermittel erzeugen können, die der globale Markt verlangt", erklärt der Landvolk-Präsident.

20 Prozent der bereits an die Einhaltung von hohen Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutzstandards geknüpften Direktzahlungen müssen für Landwirte reserviert werden, die noch weitergehende Öko-Regelungen erfüllen. In einer zweijährigen "Lernphase" wird mehr Flexibilität bei der Neuregelung gewährt. Parallel hat das Europaparlament beschlossen, in die Verhandlungen mit einem höheren Rückbehalt von mindestens 30 Prozent einzusteigen, aber auch die verpflichtenden Umweltstandards für die Basisprämie weiter anzuheben.

Nach einer ersten Schätzung des Landvolks führen diese Forderungen dazu, dass landesweit mehr als 100.000 Hektar Acker- und Dauergrünland nicht mehr produktiv genutzt werden können. "Die Planungen für die freiwilligen Ökoregelungen gehen ebenfalls in Richtung einer Stilllegung von Flächen", führt Schulte to Brinke aus.

"Wir aber wollen Ökologie, Ökonomie und Versorgungssicherheit für eine wachsende Weltbevölkerung auf unseren Feldern in Einklang bringen. Die EU muss es unseren Bauern und Bäuerinnen erlauben, ihre gesamte Fläche dafür zu nutzen anstatt einen Teil einfach nur stillzulegen. Dieses Ziel haben wir auch in unseren Vereinbarungen zum "Niedersächsischen Weg" verfolgt."

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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