Ein Küken im Stall
Anne-Maria Revermann | am

SPD und Grüne: Sofortiger Stopp des Kükentötens in Niedersachsen

SPD und Grüne fordern Barbara Otte-Kinast auf, für ein sofortiges Ende der Tötung von männlichen Küken in Niedersachsen zu sorgen.

SPD und Grüne haben ein sofortiges Ende der Tötung männlicher Küken in der Geflügelhaltung in Niedersachsen gefordert. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte im Sommer angekündigt, den Ausstieg voranzutreiben.

Die Grünen-Agrarpolitikerin Miriam Staudte forderte Otte-Kinast auf, für "diese unwürdige und unethische Praxis" endlich ein klares Ausstiegsdatum festzulegen. "Das Töten männlicher Küken muss umgehend aufhören", sagte Staudte der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Im Januar kündigte bereits Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) auf einer Fachkonferenz mit ihrem französischen Amtskollegen an, dass Deutschland und Frankreich sich auf EU-Ebene dafür stark machen, bis Ende 2021 aus der Praxis auszusteigen. Bis dahin sollen Zwischenetappen festgelegt werden, die auch zu überprüfen seien.

 

Agrarministerium strebt vollständigen Ausstieg in Niedersachsen an

Auch die SPD drückt als Koalitionspartner der CDU aufs Tempo: Der niedersächsische SPD-Abgeordnete Wiard Siebels erneuerte seine Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Kükentötung.

Das niedersächsische Agrarministerium betonte, das Land strebe einen "raschen, vollständigen Ausstieg" an. Der Verzicht auf das Kükentöten solle zügig umgesetzt werden. Dafür setze man auf eine möglichst frühe Geschlechtsbestimmung im Ei. Die als männlich erkannten Eier könnten dann als Futtermittel verwendet werden. Wie viele Küken jährlich im Land getötet werden, werde statistisch nicht erfasst, so das Ministerium. Anhand der Agrarstatistik sei rechnerisch aber davon auszugehen, dass im vergangenen Jahr rund 25,9 Millionen männliche Küken in Niedersachsen geschlüpft sind.

Mit Material von dpa

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