Baustelle für die Verlegung des Südlink-Kabels
Meinung | Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies | am

SuedLink: Kein Ende in Sicht

SüdLink und kein Ende? Immer wieder verkünden Netzbetreiber, Bund und Länder neue Zielmarken für das Fertigstellen der Stromtrasse in Niedersachsen, sagt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

Erst wurde verschoben auf 2026, jetzt sogar auf 2028. Das erinnert doch stark an den Berliner Flughafen. Denn selbst die neue Jahreszahl halte ich nicht für realistisch. Es gibt noch zu viele Unwägbarkeiten.

Deshalb erwarte ich, dass die Netzbetreiber Tennet und Transnet/BW endlich konstruktive Vorschläge in den parallellaufenden Gesprächen mit den Landesbauernverbänden unterbreiten und sich nicht ständig hinter Enteignungsdrohungen verstecken.

Redet mit uns Landwirten

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Seit klar ist, dass mit Abschluss der Bundesfachplanung im Abschnitt B die Trasse in Niedersachsen von Scheeßel (Landkreis Rotenburg) in südlicher Richtung durch den Heidekreis verläuft, und dann weiter zwischen Rodewald und Schwarmstedt vorbei in die Region Hannover weiter durch das Leinetal bis in die Nähe von Einbeck im Landkreis Northeim, könnte schneller und zügiger weiter geplant werden.

Dafür müssten die Betreiber aber mit uns Landwirten reden und unsere Anregungen auch ernst nehmen.

190 km der Stromautobahn in Niedersachsen

Insgesamt liegen die 190 km des Abschnitt B der rund 700 km langen "Stromautobahn" komplett in Niedersachsen. Beim Abschluss der Bundesfachplanung ist ein 1.000 m breiter Verlaufskorridor des Erdkabels durch die Bundesnetzagentur festgelegt worden. Der Vorhabenträger Tennet hat für zwei Teilstrecken des Abschnitts Anträge auf Planfeststellungsbeschlüsse eingereicht.

Die Böden schützen

Mit dem Antrag das Vorhabenträgers beginnt die Planfeststellung. In dem Verfahren wird unter anderem der konkrete Trassenverlauf festgelegt. Für die Landwirte ist es wichtig zu wissen, wo das Erdkabel exakt verläuft, wie die Böden langfristig geschützt werden, welche Nutzungseinschränkungen hinzunehmen sind, ob es ein Beweissicherungsverfahren gibt und ob der Schadensersatz und die Wertminderung zuverlässig und angemessen reguliert werden.

Anhörungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen

Im Zuge des Verfahrens gibt es Anhörungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen und damit noch viele Unwägbarkeiten. Über das Verfahren im Einzelnen und über bestehende Beteiligungsmöglichkeiten werden die betroffenen Grundstückseigentümer durch die Landvolk-Kreisverbände informiert.

Kommunikation verbessern

Derzeit werden bereits im Abschnitt B Erkundungs- und Baugrund-Untersuchungsarbeiten durch von Tennet beauftragte Subunternehmen durchgeführt. Leider wurden dazu vielfach weder die betroffenen Landvolk-Kreisverbände noch der Landesbauernverband vom Vorhabenträger informiert und einbezogen.

Deshalb muss nun endlich die Informationspolitik uns gegenüber angepasst werden. Insbesondere um keine weiteren Verzögerungen hervorzurufen, ist eine bessere Kommunikation dringend geboten.

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