Lidl und Kaufland zählen zwar zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Tierwohl (ITW). Für die geplante staatliche Tierhaltungskennzeichnung sprechen sich die Unternehmen aber trotzdem aus.

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Johanna Michel | am

Tierhaltungskennzeichnung: Lidl und Kaufland unterstützen Özdemir

Die Schwarz-Gruppe begrüßt das vom Bundeslandwirtschaftsminister geplante Gesetz zur Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung.

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin hat sich die Schwarz-Gruppe für Cem Özdemirs Vorhaben zur staatlichen Tierhaltungskennzeichnung ausgesprochen. Wie die Handelsgruppe in einer Pressemitteilung erklärt, setzten Lidl und Kaufland sich seit vielen Jahren für eine transparente Haltungskennzeichnung ein. So zählten beide Unternehmen zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Tierwohl (ITW).

Schwarz-Gruppe: Flächendeckende Kennzeichnung schafft Fortschritte beim Tierwohl

Aus Sicht der Schwarz-Gruppe stellt die staatlich verbindliche Tierhaltungskennzeichnung einen wesentlichen Baustein dar, um die Haltungsform bei tierischen Lebensmitteln sichtbar zu machen. Nur, wenn sie flächendeckend eingeführt wird, könne in der Bevölkerung ein Bewusstseinswandel hin zu verantwortungsvollerem Konsum erreicht werden. Das führe zu einer Verbesserung des Tierwohls in der Breite.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir vor der offiziellen Eröffnung der Internationalen Grünen Woche (IGW) 2023 in Berlin. Der Rundgang mit Cem Özdemir durch die Halle des Bundeslandwirtschaftsministeriums fand nach den Fragerunden des Verbands Deutscher Agrarjournalisten statt.

Auch in Außer-Haus-Verpflegung erkennbar

Neben einer verständlichen Abbildung der Haltungsbedingungen auf den Produkten solle außerdem deren Herkunft ausgewiesen werden. Das sei für einen großen Teil des Lebensmitteleinzelhandels bereits Standard. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung sei für die Stärkung der heimischen Landwirtschaft wichtig und mache deren Leistungen auch in der Außer-Haus-Verpflegung erkennbar.

Nach der Empfehlung der Bundesratsausschüsse hätten die Bundesländer in ihrer Stellungnahme den Gesetzentwurf von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zur Tierhaltungskennzeichnung ablehnen müssen. Doch die Länder folgten der Ausschussempfehlung nicht und forderten die Bundesregierung stattdessen zu einer Reihe von Anpassungen auf.

Tierhaltungskennzeichnung für alle Tierarten

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir solle die Tierhaltungskennzeichnung deshalb schnellstmöglich überall dort einführen, wo tierische Produkte angeboten werden, also zum Beispiel auch in Restaurants, Schnellimbissen, Kitas, Mensen, Schulen oder Krankenhäusern. Dabei sollen verarbeitete Produkte einbezogen werden. Darüber hinaus will die Schwarz-Gruppe eine Kennzeichnung für die gesamte Aufzuchtphase sowie neben Schweinefleisch- auch für Geflügelfleisch- und Rindfleischprodukte. Lidl und Kaufland fordern zudem eine Anpassung des Baurechts, damit Landwirte Stallumbauten realisieren können.

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel suchen und merken

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
Produkte entdecken
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Stoffstrombilanz: Schon ab 20 Hektar dokumentieren
  • Der automatisierte Milchviehstall
  • Bio-LNG als klimafreundliche Alternative?
  • Legehennenhaltung: Effizient arbeiten im Mobilstall
  • Getreidemärkte: Rückblick und Aussichten

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen